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Nistkasten aufhängen Abstand – Tipps mit Tabelle

25. Februar 2024
Wird ein Nistkasten richtig aufgehängt, sind die geflügelten Mieter nicht fern.
Wird ein Nistkasten richtig aufgehängt, sind die geflügelten Mieter nicht fern.

Im Februar ist die beste Zeit, Nistkästen aufzuhängen im Garten und auf dem Balkon. Lesen Sie hier Antworten auf wichtige Fragen: Welcher Abstand? Wie hoch? Wo? Welche Ausrichtung? Wie viele?

Im richtig aufgehängten Nistkasten beginnt zeitnah der Nestbau

Kurzfassung

Für Nistkästen beträgt der richtige Abstand 7 m bis 10 m. Kästen für verschiedene Vogelarten kommen mit 3 m Abstand zurecht. Koloniebrüter-Nistkästen benötigen keinen Abstand. Nistkästen für Singvögel hängt man auf Augenhöhe an den Baum oder die Hauswand. Nisthilfen für andere Vogelarten werden in einer Höhe von 2,5 m bis 3,5 m aufgehängt bzw. für große Vögel 4 m bis 6 m hoch. Wichtig zu beachten ist ein großer Abstand zu Spalieren mit Kletterpflanzen, an denen Nesträuber in die Höhe klettern könnten. Das Einflugloch eines Nistkastens wird nach Osten oder Südosten ausgerichtet. Zweite Wahl ist eine Ausrichtung nach Norden. Faustformel für den Garten: 60 % Kohlmeisenkästen, 20 % Blaumeisenkästen, 20 % Halbhöhlen. Bester Zeitpunkt zum Aufhängen von Nistkästen ist im Herbst oder Februar/März.

Nicht schön, sicher sehr alt; auf jeden Fall als Nisthilfe sehr begehrt.

In welchem Abstand sollte man Nistkästen aufhängen?

Der richtige Abstand für Nistkästen gleicher Bauart beträgt 7 m bis 10 m. Nistkästen für verschiedene Vogelarten sollte man im Abstand von 3 m aufhängen, z. B. eine Halbhöhle neben einen Nistkasten mit Einflugloch. Für Koloniebrüter gibt es keine Abstandsregel. Stare und Spatzen brüten am liebsten im geselligen Nebeneinander.

Quelle: Heinz-Sielmann-Stiftung, hier Nisthilfe für Gartenvögel.

Wie hoch und wo wird ein Nistkasten aufgehängt?

Wichtig zu beachten beim Aufhängen von Nistkästen ist die enge Wechselbeziehung zwischen Aufhängehöhe, Standort und Vogelart. Folgende Tabelle gibt einen zusammenfassenden Überblick:

Als Entscheidungshilfe gilt die Faustregel: Nistkästen für Singvögel auf Augenhöhe aufhängen, sonst in einer Höhe von 2,5 m bis 3,5 m. Nisthilfen für größere Vögel hängen am besten 4 m bis 6 m hoch.

Wenn Sie den Nistkasten am Baum aufhängen, dürfen keine Zweige die Vögel im Anflug behindern. Wichtig zu beachten für Nistkästen an der Hauswand und auf dem Balkon ist ein ausreichender Abstand zu Spalieren mit Kletterpflanzen, die Katzen als Steighilfe nutzen könnten.

Quelle: Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. (LBV), hier Nistkästen richtig anbringen.

Spechtmeisen-Eltern sind wahre Akrobaten am Nistkasten.

Welche Ausrichtung hat das Einflugloch am Nistkasten?

Osten und Südosten ist die ideale Ausrichtung für einen Nistkasten. Wenn das nicht geht, wird das Einflugloch nach Norden oder Nordwesten ausgerichtet. Das Einflugloch sollte weder zur Wetterseite Westen weisen, noch sollte ein Nistkasten unter pralle Sonne geraten, weil er in Richtung Süden zeigt.

Quelle: Vivara Naturschutzprodukte

Fragezeichen visualisieren dem Leser, dass eine grüner-daumen-zwischenfrage folgt.

Grüner-Daumen-Zwischenfrage: Was ist der Unterschied zwischen einem Nistkasten mit Einflugloch und einer Halbhöhle?

Ein Nistkasten mit Einflugloch lädt Meisen, Spatzen und Stare zum Einzug ein. Die Halbhöhle ist eine bevorzugte Nisthilfe von Zaunkönig, Rotschwänzchen und Rotkehlchen. Halboffene Nisthilfen sind ihren natürlichen Brutstätten in Felsspalten und Nischen nachempfunden. Der breite Schlitz als Eingang lässt viel Licht in eine Halbhöhle und bietet dennoch einen Mindestschutz gegen räuberische Angriffe von Katzen oder Mardern.

Wie viele Nistkästen kann man aufhängen?

Als Faustformel hat sich in der Praxis gut bewährt, dass der Garten zu etwa 60 % mit Kohlmeisen-Nistkästen, 20 % Blaumeisen-Kästen und 20 % Halbhöhlen bestückt sein sollte. Für die genau Anzahl gibt es nach oben keine Grenze, solange zwischen den Nistkästen ein Mindestabstand von 7 m eingehalten werden, damit sich die Vögel nicht in Revierkämpfen verausgaben. Wird ein Nistkasten überhaupt nicht bebrütet, wird er im Februar/März in eine andere Gartenecke umgehängt.

Quelle: NABU Bremen, hier „Erste Vogelpaare sind schon auf Wohnungssuche

Eine Collage aus drei Bildern: links fliegt ein Star davon, Mitte ein Star landet am Einflugloch des Nistkastens, rechts fliegt der Star wieder davon.
Notfalls nehmen Stare mit einem Hornissenkasten Vorlieb.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Nistkästen aufzuhängen?

Bester Zeitpunkt zum Aufhängen von Nistkästen ist im Herbst, damit sie auswittern und als Winterquartier genutzt werden können von Vögeln, Insekten und Kleintieren. Ein zweites Zeitfenster, Nistkästen aufzuhängen, ist geöffnet im Februar und März. Dann stehen die Nisthilfen rechtzeitig zur Verfügung, wenn sich die Männchen auf Wohnungssuche begeben.

Zitat: „Wer seinen Garten mit Nisthilfen bestücken möchte, sollte sich beeilen. An milden Tagen so wie jetzt (im Februar: Anm. der Redaktion) sind die Vögel bereits in Balzstimmung und die Männchen schauen sich schon jetzt nach geeigneten Bruthöhlen um.“ (NABU-Nistkastenexperte Florian Scheiba) Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen.

Fazit

Um Leerstand zu vermeiden, sollte man Nistkästen richtig aufhängen. Wichtige Daten sind: Abstand zueinander 7 m bis 10 m, Nistkästen für verschiedene Vogelarten 3 m. Für Singvögel auf Augenhöhe, ansonsten Nistkästen in 2,5 m bis 3,5 m Höhe aufhängen bzw. in 4 m bis 6 m Höhe für große Vogelarten, Halbhöhlen 2 m bis 4 m hoch. Das Einflugloch wird ausgerichtet nach Osten oder Südosten, alternativ nach Norden oder Nordosten. Nistkastenverteilung im Garten: 60 % Kohlmeisen-Kästen, 20 % Blaumeisen-Kästen, 20 % Halbhöhlen. Bester Zeitpunkt zum Aufhängen von Nisthilfen ist im Herbst oder zeitigen Frühjahr. Wer diese einfachen Daten beherzigt, verwandelt seinen Garten und Balkon in ein herzerfrischendes Vogelparadies.

Pikist, Frauke Riether, ulisach, Martien Uiterweer bei Flickr, TheOtherKev bei Pixabay, Mariko Margetson bei Unsplash. Allen Fotografen vielen Dank!

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