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Taubenkropf-Leimkraut Pflege – Alpenkräuter im Garten
Alpenblumen
Taubenkropf-Leimkraut Pflege – Alpenkräuter im Garten
25.02.2026
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Das Taubenkropf-Leimkraut ist die ideale Alpenblume für den Steingarten.
Das Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris) ist ein echter Geheimtipp für alle Alpenkräuter-Freunde. Es ist nicht nur robust, genügsam und wunderschön anzusehen, sondern auch ein kulinarischer Hit. Sein Markenzeichen sind die aufgeblasenen Blütenkelche, die wie kleine Ballons wirken – ein echter Hingucker und Insektenmagnet im Naturgarten. In den Alpen besiedelt es magere Almwiesen und felsige Lagen. Darum ist es die erste Wahl für die alpine Gestaltung von Steingärten, Trockenmauern und Wildblumenwiesen.
Das Taubenkropf-Leimkraut ist eine 20-60 cm hohe, heimische Wildstaude, die in den Alpen bis auf 2.230 m zu bewundern ist. Markant sind ihre aufgeblasenen Blüten, die von Mai bis September erscheinen. Wissenswerte Eckdaten im Überblick:
Nein, das Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris) ist nicht giftig. Im Gegenteil ist das Wildkraut sogar essbar und wurde früher als Heilpflanze für strapazierte Haut verwendet:
Junge Triebe: Schmecken nach einer Mischung aus jungen Erbsen, Zuckerschoten und einem Hauch Lakritz.
Heilwirkung: Als Gemüse oder in Suppe regen Leimkraut-Triebe den Stoffwechsel an.
Blüten: Dezent süßlich und optisch ein absolutes Highlight in Salaten und auf Brot.
Wurzeln: Abgekochte Leimkraut-Wurzeln eignen sich für Waschungen und Bäder bei trockener, spröder und entzündeter Haut.
Wie schwebende Seidenlaternen tanzen die zarten Blüten des Taubenkropf-Leimkrauts vor dem rauen Fels und setzen einen überraschend leichten, fast zerbrechlichen Kontrast zur wilden Alpenkulisse.
Das Taubenkropf-Leimkraut gehört zu den alpinen Sonnenanbetern – je mehr Licht, desto blütenreicher sein Wachstum.
Ideale Standortbedingungen
✅ Volle Sonne, im lichten Halbschatten bilden sich weniger Blüten.
✅ Zeigerpflanze für Trocknis und Frische: Trockener bis leicht feuchter Boden, gut durchlässig, lehmig-sandig bis kiesig.
✅ Zeigerpflanze für Nährstoffarmut: Gedeiht in mageren Böden am schönsten.
✅ Bevorzugt neutrale bis kalkhaltige Böden.
👉 Staunässe ist der einzige echte Feind des Taubenkropf-Leimkrauts.
Grüner-Daumen-Tipp:
An schattigen Standorten mit nassen und sauren Böden gedeiht das Taubenkropf-Leimkraut nicht oder nur kümmerlich. Für diese problematischen Bedingungen eignen sich alpine Spezialisten, wie gelb blühendes Wiesen-Pippau (Crepis biennis), das purpurrote Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris) und die heilkräftige Bach-Nelkenwurz (Geum rivale).
Taubenkropf-Leimkraut Aussaat
Die beste Zeit für die Aussaat im Freiland ist von März bis August, denn Taubenkropf-Leimkraut Samen sind Normalkeimer. Bereiten Sie ein feinkrümeliges, unkrautfreies Saatbeet vor, damit die Pfahlwurzeln schnell Fuß fassen.
Lichtkeimer: Drücken Sie die Samen nur leicht auf der Erde fest oder übersieben das Saatgut hauchdünn.
Vorkultur: Ab Februar können Sie das Leimkraut vorziehen auf der hellen, warmen Fensterbank. Verwenden Sie am besten biologisch abbaubare Töpfchen, damit Sie die Keimlinge mit den empfindlichen Pfahlwurzeln nicht umtopfen müssen.
Die natürlichen Vorkommen im Hochgebirge zeigen eindrucksvoll, dass das Taubenkropf-Leimkraut die geborene Steingartenpflanze ist.
Im Frühling von März/April bis Mai/Juni ist die beste Pflanzzeit für selbst vorgezogenes oder als Containerware gekauftes Taubenkropf-Leimkraut. So gehen Sie vor:
1. Wurzeln tränken: Vor der Pflanzung den Wurzelballen für einige Minuten in Wasser stellen. Wurzelware für mindestens 2 Stunden wässern.
2. Vorbereitung: Den Boden ein bis zwei Spaten tief umgraben, auflockern und Unkraut jäten. Sand oder feinkörnigen Splitt einarbeiten für eine gute Durchlässigkeit.
3. Pflanzabstand: Im Abstand von 25-30 cm Pflanzlöcher ausheben mit dem doppelten Volumen des Topfballens.
4. Pflanzung und Startdüngung: Den Aushub zu einem Drittel mit Kompost oder Hornspänen anreichern, die Jungpflanze austopfen und genauso tief einpflanzen, wie zuvor.
5. Gießen und mulchen: Für einen guten Bodenschluss der Wurzeln drücken Sie die Erde an, gießen durchdringend und mulchen dünn mit Sand, Kies oder Splitt.
👉 Wichtig: Trotz seiner Vorliebe für trockene Erde, ist Trockenstress die häufigste Ursache, wenn ein Taubenkropf-Leimkraut nicht anwächst. Halten Sie darum den Boden in den ersten Wochen leicht feucht, aber vermeiden Sie Staunässe.
Das Taubenkropf-Leimkraut ist nicht nur sehr pflegeleicht, sondern auch eine Schmetterlingsweide.
Taubenkropf-Leimkraut Pflege
Am richtigen Standort ist das heimische Wildkraut nahezu anspruchslos und benötigt nur selten ein wenig Pflege.
Taubenkropf-Leimkraut bei Trockenheit gießen
Nach dem Anwachsen reicht in der Regel die natürliche Regenmenge aus, denn auch die tiefen Wurzeln beteiligen sich an der Wasserversorgung. Darum ist Gießen nur bei längerer Trockenheit erforderlich.
Düngen nicht nötig
Abgesehen von der Startdüngung am Pflanztag benötigt das Taubenkropf-Leimkraut keinen Dünger. 👉 Je karger der Boden, desto kompakter, standfester und blühfreudiger das Wachstum.
Rückschnitt für eine lange Blütezeit
Wenn Sie alles Verwelkte nach dem ersten Blütenflor abschneiden, ermuntern Sie das Taubenkropf-Leimkraut zu einer Nachblüte im Spätsommer und unterbinden die Selbstaussaat. Im Winter sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab und können im zeitigen Frühjahr bodeneben abgeschnitten werden.
❄️ Winterschutz ist Nässeschutz
Das Taubenkropf-Leimkraut wird der Winterhärtezone Z3 zugeordnet, was einer Frosthärte von bis zu -40 Grad Celsius entspricht. Trotzdem wird eine Abdeckung mit Reisig empfohlen als Schutz vor winterlicher Dauernässe durch Regen und Tauwetter.
In Bergwiesen bildet Taubenkropf-Leimkraut durch Selbstaussaat große Bestände.
Wenn sich der Bestand des Taubenkropf-Leimkrauts am Standort vergrößern soll, müssen Sie eigentlich gar nichts tun.
Wie es funktioniert: Lassen Sie die verblühten „Kröpfe“ einfach stehen. Im Spätsommer trocknen sie aus, öffnen sich oben wie kleine Krüge und verstreuen ihre Samen bei Wind oder Berührung.
Vorteil: Die Natur weiß am besten, wann der richtige Zeitpunkt zum Keimen ist. Im nächsten Frühling entdecken Sie dann die ersten Keimlinge als kleine, bläulich-grüne Rosetten rund um die Mutterpflanze.
Bis zur Fruchtreife sind die Kapseln von den vertrockneten Kelchen umhüllt und geschützt.
Sie möchten das alpine Leimkraut an anderen Standorten ansiedeln oder die Samen verschenken? Dann gehen Sie so vor:
Der Zeitpunkt: Warten Sie, bis die aufgeblasenen Kelche braun und papierartig werden.
Der Test: Schütteln Sie einen Stängel leicht. Wenn es im Inneren leise rasselt, sind die Samen in den Kapseln reif.
Ernte: Schneiden Sie die Kapseln auf und schütteln die winzigen, dunklen Samen in eine Papiertüte.
Lagerung: Trocken und dunkel lagern, bis im nächsten März die Aussaat-Zeit beginnt.
3. Teilung: Die riskante Vermehrungsmethode
Da das Taubenkropf-Leimkraut eine ausgeprägte, 100-250 cm tiefe Pfahlwurzel besitzt, ist das Teilen der Pflanze etwas kniffliger als bei anderen Stauden.
Bester Zeitpunkt: Im zeitigen Frühjahr, bevor dem Beginn des Austriebs.
Vorgehen: Graben Sie den gesamten Wurzelstock möglichst tief aus und schneiden ihn in Stücke. Am neuen Standort pflanzen Sie ein Teilstück ein, gießen an und halten die Erde bis zum Anwachsen leicht feucht.
Wichtig: Ein vermehrungsfähiges Teilstück muss über mindestens eine Knospe (Auge) verfügen.
Risiko: Die Pfahlwurzel ist empfindlich. Es kann sein, dass die Teilstücke länger brauchen, um anzuwachsen. Samen sind hier definitiv der sicherere Weg.
Grüner-Daumen-Vermehrungstipp für Profis: Hobbygärtner mit Erfahrung vermehren das Taubenkropf-Leimkraut durch Stecklinge im Frühsommer. Schneiden Sie eine 10 cm lange Triebspitze ohne Blütenansatz und zupfen die unteren Blätter ab. Setzen Sie die Stecklinge zu 2/3 in Töpfchen mit Anzuchterde. Bis zum Herbst bildet jeder Steckling ein eigenes Wurzelsystem und kann ausgepflanzt werden.
Eine gelungene alpine Gartengestaltung mit Taubenkropf-Leimkraut, Germer (Veratrum album), Bergkiefer (Pinus mugo), Storchschnabel (Geranium) und Nelkenwurz (Geum occineum).
🎨 Schöne Pflanzpartner für das Taubenkropf-Leimkraut
Gute Gesellschaft ist im Garten (wie im Leben) alles! Da das Taubenkropf-Leimkraut ein echter „Hungerkünstler“ ist, braucht es Nachbarn, die es nicht in Bedrängnis bringen und in den Schatten stellen. Das sind die idealen Pflanzpartner im Alpengarten mit Tipps zu den Vorzügen:
Wiesensalbei (Salvia pratensis): Blütezeit von Mai – August für einen eindrucksvollen Farbkontrast (Tiefblau zu weißToller Farbkontrast (Tiefblau zu Weiß-Hellrosa-Grün).
Quendel (Thymus serpyllum) bildet immergrüne Teppiche mit rosa Blüten von Juni bis September, unterdrückt das Unkraut und schützt vor Austrocknung im Sommer.
Berg-Flockenblume (Centaurea montana) blüht den ganzen Sommer mit fedrigen, blauen Blüten und ist eine wertvolle Nahrungsquelle für Wildbienen, Schmetterling und Schwebfliegen.
Alpen-Hornklee (Lotus alpinus), ein klassischer Bodendecker der Almwiesen mit gelben Blüten von Mai bis September, reichert den Boden mit Stickstoff an.
Alpen-Aster (Aster alpinus) sorgt bis Oktober für Farbenpracht im Garten, wenn das Taubenkropf-Leimkraut verblüht.
Ziergräser, wie das Zittergras (Briza media) und zarte Federgräser (Stipa) entfalten die sommerliche Leichtigkeit der Bergwiesen. Ihre filigranen Ähren bewegen sich bei jedem Windhauch mit den aufgeblasenen Kelchen des Leimkrauts mit – das wirkt extrem natürlich.
Grüner-Daumen-Gestaltungstipp für den Alpengarten
Pflanzen Sie das Taubenkropf-Leimkraut am besten in kleinen Gruppen (3–5 Stück) neben seine Nachbarn. So kommen die charakteristischen „Kröpfe“ viel besser zur Geltung als bei einer Einzelpflanze.
Fazit
Das Taubenkropf-Leimkraut ist eine dieser Alpenblumen, die einfach alles richtig machen: Lange Blütezeit, wunderschöne Blüten, sehr pflegeleicht, extrem winterhart, trockenheitsverträglich, essbar, eine Bienenweide und ein Schmetterlingsmagnet. Ein echtes Must-Have für den Naturgarten mit Alpenflair.
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