Käfer im rot-schwarzen Look bleiben dem aufmerksamen Beobachter nicht lange verborgen. Die prägenden Eigenschaften ermöglichen eine präzise Bestimmung. Doch aufgepasst! Nicht jedes Käfer-artige Insekt ist tatsächlich ein Käfer. Dieser Ratgeber stellt Ihnen 5 heimische Insekten vor, die sich in Deutschland und Österreich mit rot-schwarzer Farbkombination in Szene setzen.
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Lilienhähnchen (Lilioceris lilii)
Wie frisch lackiert funkeln Halsschild und rote, abgerundete Deckflügel eines Lilienhähnchens. Dekorativ kontrastieren pechschwarze Beine, Fühler, Kopf und Unterseite dazu. Die auffallend langen, schwarzen Antennen setzen sich zusammen aus elf Segmenten. Lilienhähnchen zirpen, sowohl zur Verteidigung, als auch zur Kommunikation. Leider gehören die schönen Käfer zu den Schädlingen, denn ihre Larven fressen pausenlos Löcher in die Pflanzen und das nicht nur an Lilien.
- Wie groß? 6 mm bis 9 mm
- Welche Körperform? Länglich-schlank
- Wann zu finden? Von Ende März bis September
- Wo zu finden? An Lilien, Kaiserkronen, Schachbrettblumen, Maiglöckchen, Schnittlauch
- Welche Familie? Blattkäfer (Chrysomelidae)
Seinen Namen verdankt das Lilienhähnchen einer Vorliebe für Lilien und einem zirpenden Geräusch, das an Krähen von Hähnchen erinnert. Dabei reibt der Käfer seine quergestreiften Chitinleisten am Hinterleib an den Flügeldecken auf und ab. Wissenschaftler deuten das „Musikinstrument“ als Verteidigungswaffe gegen Feinde und Kommunikationshilfe mit Artgenossen.
Wie kann man Lilienhähnchen loswerden ohne Gift?

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Rothalsiges Getreidehähnchen (Oulema melanopus)
Rotes Halsschild und schwarz-blaue Deckflügel verleihen dem Rothalsigen Getreidehähnchen seinen Namen. Passend dazu läuft das heimische Insekt auf rot-orangen Beinen durchs Käferleben. Sein Halsschild ist fein punktiert, die Deckflügel weisen ein gröberes Punktmuster auf. Sowohl die adulten Käfer als auch die Larven fressen an Gräsern und Getreidepflanzen. Ernsthaften Schaden richten Rothalsige Getreidehähnchen nicht an.
- Wie groß? 4 mm bis 5 mm
- Welche Körperform? Walzenförmig
- Wann zu finden? März bis Oktober.
- Wo zu finden? An Gräsern in Wiesen, Wäldern und im Garten. In Getreidefeldern an Weizen, Gerste, Hafer.
- Welche Familie? Blattkäfer (Chrysomelidae)

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Vierfleck-Gaukler (Hister quadrimaculatus)
Der Name ist Programm. Ein Vierfleck-Gaukler ist einfach zu bestimmen an je einem Paar roter Flecken auf den schwarzen Flügeldecken. Seine roten Makel haben die Form eines Halbmondes und sind miteinander verbunden. Zierliche Punktstreifen erstrecken sich über die gemusterten Flügeldecken. Vierfleck-Gaukler sind keine Schädlinge. Die Käfer und Larven ernähren sich von Dung und darin befindlichen Insektenlarven. Wittert ein Vierfleck-Gaukler Gefahr stellt er sich tot, indem seine kurzen, schwarzen Beine und Fühler an den Körper zieht. Trotz seiner kurzen Flügel ist der schwarz-rote Käfer durchaus flugfähig.
- Wie groß? 8 mm bis 11 mm
- Welche Körperform? Oval
- Wann zu finden? April bis August
- Wo zu finden? In Kuh- und Pferdedung, in warmen Gartenecken, auf Weiden.
- Welche Familie? Stutzkäfer (Histeridae)

Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus)
Die Feuerwanze möchte eigentlich lieber ein Käfer sein. Sechs schwarze Beine tragen den flachen, ovalen Körper mit einem unverwechselbaren rot-schwarzen Muster. Das trapezförmige Halsschild ist leuchtend rot mit einem rechteckigen, schwarzen Fleck in der Mitte. Auffällig sind feuerrote Flügeldecken, verziert mit runden und eckigen Flecken. Am Hinterleib ist ein blattförmig gebogener, roter Seitenrand zu erkennen, der mittig schwarz gefärbt ist. Die gewölbte Unterseite sowie Kopf und Fühler sind schwarz. Trotz ihrer unübersehbaren Warntracht sind Feuerwanzen harmlose Pflanzensäftesauger und ernähren sich von Samen, die sie ausschlürfen. Weil Feuerwanzen sich gelegentlich in großen Massen versammeln, gelten sie als Lästlinge.
- Wie groß? 6,5 mm bis 12 mm
- Welche Körperform? oval
- Wann zu finden? Außer an Frosttagen nahezu ganzjährig.
- Wo zu finden? Unter Linden, an Hibiskus, Eiben, Malven
- Welche Familie? Feuerwanzen (Pyrrhocoridae)

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Bienenkäfer (Trichodes apiarius)
Der Bienenkäfer hat sich für ein rot-schwarzes Aussehen entschieden, aufgepeppt mit blau-grünen, metallisch glänzenden Applikationen. Auf den leuchtend roten Flügeldecken prunken blau-schwarze Querbänder. Halsschild, Kopf und Beine funkeln blau oder grün metallic. Halsschild und Kopf sind dicht behaart. Bienenkäfer haben es faustdick hinter den Ohren. Ihre Larven leben räuberisch in den Erdnestern von Wildbienen. Adulte Käfer sitzen auf Blüten und machen Jagd auf andere Blütenbesucher.
- Wie groß? 8 mm bis 15 mm
- Welche Körperform? schlank, schmal
- Wann zu finden? Mai bis Juli.
- Wo zu finden? Warme, sonnige Plätze im Garten, auf Trockenmauern, in Trockenwiesen, in Blütenhecken.
- Welche Familie? Buntkäfer (Cleridae)
Quellen: Wikipedia.org, Lilienhähnchen und Schädlingskunde.de, Lilienhähnchen und Wikipedia.org, Gemeiner Bienenkäfer und Naturspaziergang.de, Trichodes apiarius und Seedforward.com, Getreidehähnchen Schadbild und Wikipedia.org, Rothalsiges Getreidehähnchen und Wikipedia.org, Vierfleck-Gaukler und Naturspaziergang.de, Hister quadrimaculatus und Deutschlands-Natur.de, Gemeine Feuerwanze und Wikipedia.org, Gemeine Feuerwanze Naturspaziergang.de, Pyrrhocoris apterus








