Pflanzenkrankheiten

Clematis bekommt unten gelbe Blätter: Was tun?

09.06.2024
Gelbe Blätter an Clematis sind ein Alarmzeichen.
Gelbe Blätter an Clematis sind ein Alarmzeichen.

Schon vor Beginn der Blütezeit geht es los. Im unteren Bereich der Clematis werden die Blätter gelb und braun. Wer sofort handelt, kann das Schlimmste verhindern. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte für effektive Sofortmaßnahmen, wenn eine Waldrebe unten gelbe und braune Blätter bekommt. Das ist jetzt zu tun. Auf geht’s!

Das Beitragsbild ist von Pikist

Kurzfassung

Was tun bei gelben und braunen Blättern an einer Clematis?

Bei gelben und braunen Clematis-Blättern kann es sich um die Clematiswelke handeln. Verschiedene Pilzinfektionen befallen vornehmlich großblumige Hybriden über Verletzungen im unteren Bereich. Wirksame Sofortmaßnahmen sind das Entfernen befallener Blätter, notfalls ein Rückschnitt ins gesunde Holz und die Stärkung der Pflanze mit Aspirin und einen Flüssigdünger.

Eine Clematis mit gelben Blättern braucht Hilfe

Bild von Md Tanvir Ahmed Bhuiyan auf Unsplash

Clematiswelke erkennen – Auf diese Symptome sollten Sie achten

Gelbe Blätter sind ein untrüglicher Hinweis darauf, dass es einer Waldrebe nicht gut geht. Im Unterschied zu eher harmlosen Ursachen, wie Nährstoffmangel oder zu niedriger pH-Wert, kann eine Pilzinfektion Ihre wunderschöne Clematis absterben lassen. Damit Sie die richtige Entscheidung über adäquate Gegenmaßnahmen treffen können, sollten Sie auf diese Symptome achten:

Warnsymbol schwarzes Ausrufezeichen auf gelbem Grund in dreieckiger Form und schwarz umrandet

Im Frühsommer bilden sich auf den vergilbenden Blättern hellbraune Flecken mit gelben Höfen.

Warnsymbol schwarzes Ausrufezeichen auf gelbem Grund in dreieckiger Form und schwarz umrandet

Die Schadstellen breiten sich aus, die Blätter werden braun und fallen ab.

Warnsymbol schwarzes Ausrufezeichen auf gelbem Grund in dreieckiger Form und schwarz umrandet

Zuerst zu erkennen ist der Befall mit Clematiswelke an den älteren Blättern im unteren Drittel der Pflanze.

Herrscht eine feucht-warme Witterung, breitet sich die Krankheit zügig auf die Triebe aus. Innerhalb von 2 bis 3 Wochen sterben alle oberirdischen Pflanzenteile Ihrer Waldrebe ab. Gut zu wissen: Mit einfachen Mitteln können Sie den floralen Worstcase verhindern. Lesen Sie bitte weiter.

Grüner Daumen - Gartenblog von Gudrun Theissen

Grüner-Daumen-Tipp: Gelbe Blätter mit grünen Blattadern sind das klassische Symptom für Nährstoffmangel. Betroffen sind wiederum zuerst die älteren Blätter unten an Ihrer Clematis. Häufigste Ursachen sind Fehler bei der Pflege, wie Staunässe und zu sparsames Düngen. Mit einem schnell wirksamen Flüssigdünger von Amazon, wie dem GREEN24 Clematis-Dünger HIGHTECH als NPK Volldünger, lösen Sie das Problem gelber Blätter innerhalb kurzer Zeit. Weitere Grüner-Daumen-Tipps für rückenfreundliche Gartengeräte und hilfreiche Gartenprodukte können Sie hier nachlesen.

Weiße Dose mit Tabletten, die auf den Tisch gefallen sind
Acetylsalicylsäure wird nachgesagt, eine Waldrebe gegen Clematiswelke zu wappnen

Bild von HeungSoon auf Pixabay

Clematiswelke bekämpfen mit natürlichen Mitteln

Clematiswelke ist der Oberbegriff für verschiedene Pilzinfektionen. Die Erreger dringen über kleinste bodennahe Verletzungen in eine Waldrebe ein und verstopfen die Leitungsbahnen. Jetzt kommt der Transport von Wasser und Nährstoffen zu den Blättern zum Erliegen und die Krankheitssymptome treten zutage. Für die rettenden Sofortmaßnahmen ist der Griff zum chemischen Fungizid nicht nötig. So bekämpfen Sie Clematiswelke an Waldreben im Kübel oder Gartenbeet mit Hausmitteln und Geduld:

Gelbe Blätter entfernen: Im Frühstadium schneidet man vereinzelte gelbe Blätter einer Clematis ab. Blätter mit hellbraunen Flecken werden ebenfalls entfernt. Damit die Wunden möglichst klein bleiben, sollte das verdächtige Laub nicht abgerissen werden.

Rückschnitt: Triebe mit zahlreichen gelben und braunen Blättern schneiden Sie zurück bis ins gesunde Holz. Schlimmstenfalls erfolgt der Rückschnitt bis zum Boden. Weil die pilzlichen Erreger die Wurzeln nicht befallen, treibt die Clematis im nächsten Jahr gesund wieder aus. Verwenden Sie eine Bypass-Schere mit 2 scharfen Klingen (gibt’s bei Amazon), die glatte Schnittwunden hinterlässt. Die Klingen wischen Sie vor und nach dem Rückschnitt mit Spiritus ab. Entsorgen Sie das Schnittgut in der Biotonne oder im Hausmüll, jedoch nicht auf dem Kompost.

Stärkung: Als Hausmittel zur Kräftigung gegen die Clematiswelke lösen Sie 10 Aspirintabletten in 5 Litern Wasser auf. Mit dieser Lösung gießen Sie eine Clematis nach dem Rückschnitt regelmäßig, wenn die Erde fühlbar angetrocknet ist. Ergänzend düngen Sie die Waldrebe mit Hornspänen (gibt’s günstig bei Amazon), Kompost oder Flüssigdünger. Setzen Sie die Behandlung bis zum Ende der Saison fort, auch wenn sich keine gelben und braunen Blätter mehr bilden.

Quellen: Wikipedia.org, Waldreben Krankheit und NDR.de, Welkepilz und Bio-Gaertner.de, Clematiswelke sowie Nährstoffmangel-Überschuss und en.Wikipedia.org, Calophoma clematidina und Native-Plants.de, Clematiswelke vorbeugen & bekämpfen

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Leonora Enking und Lilo (Liselotte) bei Flickr, Heungsoon bei Pixabay. Den Fotografinnen und Fotografen herzlichen Dank!

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