
Ob dichte Sichtschutzhecke, schlanke Gartensäule oder stattlicher Hausbaum: Die Hainbuche ist sehr schnittverträglich und verzeiht auch Anfängerfehler. Damit das Laubgehölz dauerhaft dicht, gesund und formschön bleibt, kommt es jedoch auf den richtigen Schnittzeitpunkt und die passende Schnitttechnik an. Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wann und wie Sie Carpinus betulus richtig schneiden.
Hainbuche schneiden – das Wichtigste auf einen Blick
- Unbedingt beachten: vor jedem Schnitt nach Vogelnestern und anderen Tieren suchen.
- Hauptschnitt: an einem frostfreien Tag im Spätwinter, rechtzeitig vor dem Austrieb.
- Formschnitt: nach dem ersten Wachstumsschub im Sommer.
- Junge Hecke: von Anfang an regelmäßig zurückschneiden für eine dichte Verzweigung.
- Ideale Heckenform: trapezförmig – oben etwas schmaler als unten.
- Säulen-Hainbuche: Mitteltrieb bis zur Wunschhöhe erhalten, Seitenzweige regelmäßig einkürzen.
- Hainbuche als Baum: nur auslichten und beschädigte oder ungünstig wachsende Äste entfernen.
- Starker Verjüngungsschnitt: auf den Stock setzen ist möglich, aber nur im Winter erlaubt

Hainbuche wann schneiden?
Der beste Zeitpunkt hängt von der Schnittart ab, wie stark geschnitten werden soll und ob die Hainbuche als Hecke, Säule oder Baum wächst. Folgende Tabelle gibt einen Überblick:
| Schnittart | Ziel/Anlass | Lebensphase/Termin |
|---|---|---|
| Pflanz- schnitt | Dichte Verzweigung an der Strauchbasis | nach der Pflanzung |
| Aufbau- schnitt | Stabiles, dichtes Gerüst aufbauen | 2.- 3. Standjahr im Februar |
| Auslichtungs- schnitt | Vergreisung vorbeugen, dichtes Laubgewand fördern | alle 3-4 Jahre im Winter |
| Verjüngungs- schnitt | Hainbuche radikal schneiden und revitalisieren | im hohen Alter von Nov. bis Febr. |
| Erziehungs- schnitt | Baum/Säule zum Hochstamm erziehen | 1. bis 4. Standjahr |
| Hecken- schnitt | Formschöne, blickdichte Hainbuchenhecke | ab dem 2. Jahr im Jan./Febr. + Juni/Juli |
Diese Übersicht fasst alle Optionen zusammen für die Schnittpflege einer Hainbuche. Das bedeutet nicht, dass jede Schnittart erforderlich ist. Ein Verjüngungsschnitt ist nicht nötig, wenn dem Laubgehölz alle 3 bis 4 Jahre ein Auslichtungsschnitt zugute kommt. Der Aufbauschnitt ist nur erforderlich, wenn Ihnen eine dichtbuschige Hecke wichtiger ist, als ein schnelles Wachstum in die Höhe. Auf den Stock setzt man eine Hainbuche als Hecke oder Solitärstrauch nur dann, wenn es für Schere und Säge kein Durchkommen mehr gibt.
✂️ Hauptschnitt ist im Winter
Jeder kräftige Rückschnitt erfolgt idealerweise im Februar oder spätestens kurz vor dem Austrieb. Wählen Sie einen trockenen, frostfreien Tag. Bei starkem Frost mit Temperaturen unter -5 Grad Celsius bleibt die Gartenschere im Schuppen, denn frisch geschnittene Triebe und Äste zurückfrieren oder einreißen. Beim Winterschnitt können Sie:
- die Wuchshöhe korrigieren,
- eine zu breite Hainbuchenhecke verschlanken,
- verkahlte Bereiche auslichten,
- dicke Äste und geknickte Zweige entfernen,
- Fehlentwicklungen im Habitus ausbügeln.
📆 Jahres-Schnittkalender für Hainbuchen
| Zeitraum | Geeignete Schnittmaßnahmen |
|---|---|
| Januar | Nur an frostfreien Tagen abgestorbene oder gebrochene Äste entfernen |
| Februar | Hauptschnitt, Aufbauschnitt und Verjüngungsschnitt |
| März bis Mai | Möglichst nicht schneiden; Austrieb und Brutzeit beginnen |
| Ende Juni bis August | Leichter Formschnitt nach sorgfältiger Nestkontrolle |
| September | Bei Bedarf sehr leichter Korrekturschnitt, nicht zu spät vor dem Winter |
| Oktober bis Dezember | Zeitfenster für umfangreiche Rückschnitte ist geöffnet |
Der genaue Zeitpunkt hängt vom regionalen Klima und dem Mikroklima des Gartens ab. In rauen oder alpinen Lagen beginnt der Austrieb später, als in milden Weinbauregionen. Überdies hat der Gesetzgeber beim Schnittzeitpunkt ein Wörtchen mitzureden.

Kräftiger Gehölzschnitt ist nur im Winter erlaubt
Das Bundesnaturschutzgesetz in Deutschland und die Landschaftsschutzgesetze in Österreich stellen sich schützend vor unsere Vogelwelt und geben strenge Regeln für den Gehölzschnitt vor. Vom 1. März bis 30. September sind leichte Pflegeschnitte gestattet, sofern sich keine Nistplätze in den Gehölzen befinden. Dabei muss sich der Schnittumfang auf den diesjährigen Zuwachs beschränken. Radikalschnitte erlauben die nationalen Gesetzgeber vom 1. Oktober bis 28. Februar unter der Maßgabe, dass keine wild lebenden Tiere gestört werden.

Grüner-Daumen-Tipp: Schonend für das Handgelenk und kraftsparend meistern Sie den Rückschnitt einer Hainbuche mit der Akku betriebenen Gartenschere von Gardena. In AssistCut ist der Akku integriert, damit die Schere gut in der Hand liegt. Die innovative Gartenschere schneidet mühelos Äste und Zweige bis 25 mm. Sie können die Akku-Einhand-Gartenschere Assist Cut von Gardena günstig bei Amazon kaufen.
✂️ Hainbuchenhecke schneiden – Schritt-für-Schritt Anleitung
Eine Hainbuchenhecke wird erst durch regelmäßiges Schneiden dicht. Entscheidend sind die ersten Standjahre. Wer seine junge Hecke erst einmal ungeschnitten in die Höhe wachsen lässt, wird später immer mit einer kahlen, schwach verzweigten Basis hadern.
Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen weist explizit darauf hin, dass junge Hainbuchenhecken für eine blickdichte Verzweigung in den ersten zwei bis drei Jahren regelmäßig geschnitten werden müssen.

1. Die perfekte Heckenform festlegen
Eine Hainbuchenhecke wird trapezförmig geschnitten. Diese Grundregel gilt für alle Hecken, von der Thujahecke bis zur Feldahornhecke:
- unten etwas breiter,
- nach oben hin schmaler,
- die Flanken nicht nach außen überhängen lassen.
Durch diese konische Form erreicht das Sonnenlicht auch die unteren Äste. Eine oben breitere Hecke beschattet sich dagegen selbst und kann mit der Zeit von unten verkahlen.
💡Bei einer sehr langen Hainbuchenhecke hilft eine gespannte Schnur. Markieren Sie damit die gewünschte Höhe und seitliche Schnittlinie.

2. Hecke auf Nester kontrollieren
Schauen Sie nicht nur von außen auf die Hainbuchenhecke. Heben Sie an verschiedenen Stellen die Zweige vorsichtig auseinander. Kontrollieren Sie besonders dichte Bereiche auf geflügelte Bewohner.
Entdecken Sie ein bewohntes Nest, wird der Schnitt verschoben, bis die Küken ihre Kinderstube verlassen haben. Das gilt auch, wenn Kleintiere die Hecke als Rückzugsort und Winterquartier nutzen.
3. Zuerst die Seiten schneiden
Beginnen Sie an den Heckenseiten oben und führen die Heckenschere mit ruhigen, gleichmäßigen Bewegungen nach unten. Auf diese Weise fällt das Schnittgut zu Boden und bleibt nicht an bereits geschnittenen Flächen hängen.

4. Oberseite zuletzt schneiden
Erst wenn beide Seiten und die Flanken fertig sind, wird die Oberseite geschnitten. Eine gespannte Schnur dient als wertvolle Orientierungshilfe für einen geraden Abschluss.
💡Bei einer sehr breiten Hainbuchenhecke ist es nicht ratsam, sich von einer Leiter aus weit über die Krone zu beugen. Arbeiten Sie stattdessen von beiden Seiten oder verwenden Sie eine Heckenschere mit Teleskopstiel, wie der Einhell Akku-Teleskop-Heckenschere (Amazon).

5. Nacharbeiten für ein gepflegtes Erscheinungsbild
Oft werden stärkere Äste von einer elektrischen oder Akku- Heckenschere nur gequetscht oder angerissen. In diesem Fall lohnt sich die Mühe für einen sauberen Nachschnitt mit einer manuellen Garten- oder Astschere, wie der Gardena Heckenschere mit Wellenschliff (Amazon). Bei dieser Gelegenheit entfernen Sie außerdem:
- abgestorbene Zweige,
- aus der Form ragende Triebe,
- nach innen wachsende Zweige,
- beschädigte Äste,
- Triebe, die sich aneinander reiben.
6. Schnittgut entfernen und Hecke pflegen – Tipps
✅ Sammeln Sie penibel das gesamte Schnittgut ein. Zwischen den Zweigen hängen gebliebene Blätter und Triebe können einer Hainbuche das Licht wegnehmen und die Luftzirkulation beeinträchtigen.
✅ Nach einem kräftigen Rückschnitt bei trockenem Wetter wird die Hainbuchenhecke gründlich gewässert.
✅ Jetzt ist die beste Zeit für eine gute Portion Kompost oder dem Compo Heckendünger (Amazon).
Eine dünne Mulchschicht hält den Boden länger feucht und unterdrückt das Unkraut. Verteilen Sie Rindenmulch oder getrockneten Rasenschnitt auf dem Boden, aber lassen Sie den unmittelbaren Bereich am Wurzelhals frei, damit die Hainbuche „atmen“ kann.

✂️ Junge Hainbuchenhecke dichtbuschig aufbauen – Anleitung
Schon am Pflanztag beginnt der Aufbau einer blickdichten Hainbuchhecke von der Basis bis zur Krone. Von Natur aus werden in einem Jungstrauch die Spitzenknospen intensiver mit Nährstoffen versorgt, als tiefer liegende Knospen. Damit sich der Saftdruck gleichmäßiger verteilt, wird eine Hainbuche nach der Pflanzung und während des Höhenwachstums regelmäßig zurückgeschnitten. So machen Sie es richtig:
- Pflanzschnitt: Am Pflanztag, spätestens im folgenden Frühjahr alle Triebe um ein Drittel oder zur Hälfte zurückschneiden. (Merke: je kräftiger der Rückschnitt, desto kräftiger das Wachstum)
- Aufbauschnitt: Bis zur gewünschten Endhöhe alljährlich im Februar und Juni alle Zweige so zurückschneiden, dass 5 bis 10 cm vom vorjährigen Zuwachs stehen bleiben.
- Schnittführung: Die Schere kurz über einer nach außen gerichteten Knospe ansetzen.
Eine junge Hainbuchenhecke wächst zwar schneller nach oben, wenn ihre Spitzen nicht gekürzt werden. Allerdings haben die Triebe an der Strauchbasis bei der Nährstoffverteilung das Nachsehen, sodass die Verzweigung sehr schwach bis überhaupt nicht stattfindet. Für einen dauerhaft dichten Sichtschutz ist ein langsamer, kontrollierter Aufbau meist die bessere Lösung.
Alte Hainbuchenhecke radikal schneiden und verjüngen
Ohne einen regelmäßigen Auslichtungs- und Formschnitt verwandelt sich die Hainbuchenhecke in ein verkahltes, vergreistes Gestrüpp. Für eine Rodung ist es dennoch zu früh. Mit einem radikalen Verjüngungsschnitt bringen Sie das Wachstum wieder in Schwung. Ähnlich der Pflanz- und Aufbauphase erfolgt die Revitalisierung in mehreren Etappen:
- Bester Zeitpunkt ist an einem frostfreien Tag zwischen Ende Januar und Ende Februar.
- Erste Etappe: Oberseite und eine Heckenseite zurückschneiden auf ein Viertel der späteren Höhe und Breite.
- Zweite Etappe: gegenüberliegende Heckenseite und Flanken einkürzen.
- Nach jeder Etappe düngen Sie die Hainbuchenhecke mit 3 Litern Kompost und 100 Gramm Hornspänen pro Quadratmeter
Die Zweige der ersten Etappe treiben bis zum Sommer bereits wieder kräftig durch. Darum wird der diesjährige Zuwachs Ende Juni bis auf 5-10 cm zurückgeschnitten. Beginnend mit dem Sommer nach der zweiten Verjüngungsetappe mündet die Schnittpflege für die gesamte Hainbuchenhecke in einen mehrjährigen Aufbauschnitt.

Bild von Paulitzer – CC BY-SA 4.0
✂️ Säulen-Hainbuche richtig schneiden – Anleitung
Bekannteste Säulen-Hainbuche ist die Sorte Carpinus betulus ‘Fastigiata’. Junge Exemplare wachsen schmal und aufrecht. Mit zunehmendem Alter können sie jedoch deutlich breiter und eiförmiger werden. Aber auch gewöhnliche Hainbuchen lassen sich durch einen regelmäßigen Formschnitt zur schlanken Säule erziehen. So gehen Sie Schritt für Schritt richtig vor:
1. Mittleren Leittrieb bestimmen
Am Pflanztag wählen Sie den kräftigsten Mitteltrieb als Stamm und binden ihn an einen Stützpfosten mit Kokosseil oder den Biostretch Baumbindern in 8-er-Schlaufen (Amazon). Alle übrigen Konkurrenztriebe werden entfernt.
💡Ein doppelter Leittrieb wirkt sich nicht nur ungünstig auf eine schlanke Säulensilhouette aus, sondern kann später zu einer instabilen Gabelung führen, was die Gefahr von Windwurf extrem erhöht.
2. Seitentriebe gleichmäßig einkürzen
Während der Aufbauphase schneiden Sie im Februar und Juli den vorherigen Zuwachs an allen Zweigen bis auf 5 cm zurück. Im Anschluss an den Aufbau kürzen Sie zweimal jährlich alle Triebe, die aus der Säulenform herausragen, auf die passende Länge. Setzen Sie die Schere ein paar Millimeter über einer Knospe oder einem Blatt an. Leicht versetzte Schnittpunkte erzeugen ein natürliches Erscheinungsbild.
3. Nach innen und quer wachsende Äste entfernen
Ungünstig stehende Zweige lichten Sie zeitnah aus. Im Fokus stehen:
- nach innen wachsende Triebe,
- sich kreuzende Zweige,
- geknickte und abgestorbene Äste,
- steil aufrechte Konkurrenztriebe.
Aus der Baumscheibe, senkrecht wachsende Triebe schneiden oder reißen Sie ab. Bei einer veredelten Säulen-Hainbuche handelt es sich oft um Wildtriebe, die danach streben, die Krone zu überwuchern.
4. Höhenwachstum begrenzen
Solange die Säulen-Hainbuche noch höher wachsen soll, darf die Stammspitze nicht geschnitten werden. Hat sie ihre Endhöhe erreicht, wird die Spitzenknospe entfernt, was das Wachstum in die Höhe stark reduziert.

Doch Vorsicht: Die Stammspitze einer Hainbuche sollte man niemals waagerecht kappen. Als Panikreaktion treibt der Baum büschelweise dünne, schwache Triebe aus. Besser ist, Sie leiten die Baumspitze auf einen geeigneten Seitentrieb ab. Wie ein Ableitungsschnitt ausgeführt wird, lesen Sie im folgenden Abschnitt.
Was ist ein Ableitungsschnitt?

✂️ Hainbuche als Baum richtig schneiden
Von Natur aus gedeiht eine Hainbuche als mittelgroßer Baum mit einer kegelförmigen, später rundlich-breiten Krone. Darum bleibt sie in den ersten Jahren ungeschnitten. Ältere Exemplare profitieren von einem Form- und Erhaltungsschnitt in Intervallen von 4 bis 5 Jahren. So schneiden Sie eine Hainbuche als freistehenden Hausbaum richtig:
- Krone alle 4 bis 5 Jahre im Spätwinter auslichten.
- Totholz an der Basis abschneiden oder sägen.
- Steil aufwärts wachsende, schwache und nach innen gerichtete Triebe entfernen.
- Jeden Schnitt 5 mm über einer nach außen weisenden Knospe
- Unterhalb der Baumkrone wachsende Stammtriebe abschneiden, ohne die Rinde zu verletzen.
- Aus der Baumscheibe sprießende Wildtriebe und unerwünschte Sämlinge ausreißen.
Wenn ein zu langer Ast aus der Krone ragt, beheben Sie das ästhetische Problem mit einem Ableitungsschnitt, der unschöne Lücken im Kronenbild verhindert.
✂️ Alte Hainbuche verjüngen – Anleitung
Bleibt die Hainbuche bis ins hohe Alter ungeschnitten, entsteht eine raumgreifende, unförmige Krone mit bis zu 12 Metern Durchmesser. Ein dichtes Geflecht aus alten, verkahlten und jungen, schwachen Zweigen macht einen normalen Erhaltungsschnitt unmöglich. Statt den vernachlässigten Baum zu roden, drehen Sie mit einem radikalen Rückschnitt die Zeit zurück. So schneiden Sie richtig:
- Bester Zeitpunkt ist während der laubfreien Zeit von November bis Februar.
- Im ersten Schritt sämtliches Totholz auslichten.
- 4 bis 5 Leitäste als neue Krone auswählen.
- Diese Leitäste um die Hälfte verkürzen durch Ableitung auf einen jungen Seitentrieb.
- Alle übrigen, vergreisten Leitäste auf Astring absägen.
Sie können sich darauf verlassen, dass die schnittverträgliche Hainbuche Baum auch aus ihrem alten Holz frisch austreibt. Das Geheimnis liegt verborgen in schlafenden Augen, die inaktiv viele Jahre unter der Rinde liegen. Der radikale Rückschnitt fungiert wie ein Weckruf und aktiviert die ruhenden Knospen. Je nach dem Gesamtzustand der betreffenden Hainbuche setzt ein kräftiges Wachstum ein als ideale Ausgangslage für den Neuaufbau der Krone.

Grüner-Daumen-Tipp für die besten Schneidwerkzeuge: Äste ab 4 cm Durchmesser meistern Sie mit der der klappbaren Zen Japansäge von Hardtwerk. Äste bis 15 cm sind ein Fall für die Seesii Akku Mini-Kettensäge. Mit einer Fiskars Bypass Teleskop-Schneidgiraffe gelingt der Rückschnitt bis in 6 m Höhe ohne waghalsige Kletterpartien. Alle Schneidwerkzeuge sind bei Amazon erhältlich.
Majestätische Hainbuchenhecke in Kastenform
Malerischer Laubengang aus Hainbuchen an halbrunden Spalieren
Verschlungener Irrgarten aus Hainbuchenhecken
✂️ Hainbuche in dekorativen Formen schneiden
Weil die Hainbuche so schnittverträglich ist, eignet sie sich für kreative Gestaltungsideen:
- elegante Torbögen,
- grüner Irrgarten,
- geometrische Kastenform,
- schattenspendender Laubengang,
- mehrstämmige Formgehölze.
Für einen Torbogen mit Hainbuchen werden die stärksten Triebe der gegenüberstehenden Pflanzen über einer stabilen Unterkonstruktion zusammengeführt. Seitentriebe werden regelmäßig angebunden oder gekürzt, bis der Bogen dicht verwachsen ist.
Hainbuche nach dem Rückschnitt pflegen – Tipps
Eine gut angewachsene Hainbuche ist nach dem Rückschnitt dankbar für ein wenig Pflege.
Ausreichend wässern
Während längerer sommerlicher Trockenperioden gießen Sie Hainbuchen ein bis zwei Mal pro Woche durchdringend. Häufige kleine Wassergaben befeuchten nur die Bodenoberfläche. Besser ist, Sie lassen den Gartenschlauch – je nach Größe der Hainbuche – 10 bis 30 Minuten laufen.
Boden mulchen
Eine Mulchschicht aus Laubkompost, reifer Komposterde oder geeignetem organischem Material hält den Boden länger feucht. Lassen Sie rund um die Stämme einen kleinen Abstand frei.
Nach dem Rückschnitt düngen
Bester Zeitpunkt für die Nährstoffversorgung ist nach dem Hauptschnitt im Frühjahr und dem Pflegeschnitt Ende Juni. Ideal sind organische Dünger, wie Kompost und Hornspäne.
Häufige Fehler beim Schneiden der Hainbuche
Fehler 1: Die junge Hecke nur wachsen lassen
Ohne einen Pflanz- und Aufbauschnitt wächst die Hainbuchenhecke vor allem in die Höhe. Im unteren Bereich entstehen weniger Seitentriebe, die Hecke bleibt dauerhaft locker und bietet nur geringen Sichtschutz.
Besser: Hainbuchenhecke vom Pflanztag an schrittweise aufbauen.
Fehler 2: Die Hecke oben breiter schneiden
Eine kopflastige Hainbuchenhecke beschattet ihre unteren Zweige. Diese verlieren allmählich ihre Blätter und die Hecke verkahlt an der Basis.
Besser: Unten etwas breiter und nach oben leicht schmaler schneiden.
Fehler 3: Bei großer Hitze schneiden
Starke Sonneneinstrahlung kann bisher beschattete Blätter und Triebe schädigen. Außerdem verliert die Pflanze über frische Schnittstellen und Blätter Wasser.
Besser: Einen bedeckten, trockenen und nicht zu heißen Tag wählen.
Fehler 4: Bei strengem Frost schneiden
Gefrorenes Holz kann beim Schnitt splittern. Frische Schnittstellen sind extrem anfällig für Frostschäden.
Besser: Den Winterschnitt an einem frostfreien, bedeckten Tag durchführen.
Fehler 5: Vogelnester übersehen
Eine dichte Hainbuchenhecke ist ein beliebter Brutplatz. Auch ein vermeintlich leichter Formschnitt kann Vogeleltern bei der Aufzucht ihrer Küken stören oder Nester freilegen.
Besser: Vor jedem Rückschnitt die Hainbuche sorgfältig untersuchen auf Vögel und Kleinsäuger.
Fehler 6: Die Baumkrone jährlich rundum zurückschneiden
Eine Hainbuche als Baum wird anders geschnitten, als eine Hecke. Ständiges Schnippeln zerstört den natürlichen Kronenaufbau und verursacht den Austrieb schwacher, dünner Triebe.
Besser: Nur bei Bedarf ältere Kronen auslichten und leicht in Form schneiden.
Fehler 7: Stumpfes Werkzeug verwenden
Stumpfe Klingen quetschen junge Triebe und hinterlassen ausgefranste Schnittstellen.
Besser: Bypass-Scheren verwenden, regelmäßig schärfen, reinigen und beschädigte Klingen austauschen.
Fazit
Die Hainbuche ist ein ausgesprochen schnittverträgliches Laubgehölz für vielfältige Gestaltungsideen. Eine junge Hainbuchenhecke sollte von Anfang an regelmäßig eingekürzt werden, damit sie sich bis zum Boden dicht verzweigt. Ältere Hecken bleiben durch eine leicht trapezförmige Schnittform gesund und blickdicht.
Säulen-Hainbuchen benötigen einen stabilen Mitteltrieb und regelmäßige Korrekturen für eine schlanke Silhouette. Bei einer Hainbuche als Baum gilt dagegen: so wenig wie möglich und so viel wie nötig schneiden. Ein moderater Auslichtungslicht alle paar Jahre bewahrt die formschöne Krone und verhindert dauerhaft aufwendige Korrekturen.
Häufig gestellte Fragen
Kann man eine Hainbuche auf den Stock setzen?
Ja, die gut schnittverträgliche Hainbuche kann man radikal schneiden und auf den Stock setzen. Erlaubt ist dieser Schnitt nur im Winter.
Sollte man eine neu gepflanzte Hainbuchenhecke schneiden?
Ja, bereits am Pflanztag ist ein Rückschnitt um ein Drittel oder die Hälfte sinnvoll, damit jeder Strauch auch an der Basis kräftig verzweigt.
Wie kann man eine Hainbuchenhecke dicht bekommen?
Schon am Pflanztag beginnt eine regelmäßige Schnittpflege für ein dichtbuschiges Erscheinungsbild, indem Sie alle Triebe kräftig zurückschneiden. Ein Aufbauschnitt setzt den Prozess fort, indem der jährlich Zuwachs auf 5-10 cm gedrosselt wird.
Wann ist es erlaubt, eine Hainbuchenhecke zu schneiden?
Der Gehölzschnitt ist in Deutschland und Österreich gesetzlich geregelt. Während der Brutzeit sind vom 1. März bis 30. September lediglich leichte Pflegeschnitte erlaubt, sofern sich keine bewohnten Nester in der Hainbuche befinden. Umfangreiche Schnittmaßnahmen gestattet der Gesetzgeber vom 1. Oktober bis 28. Februar. In dieser Zeit dürfen Sie eine Hainbuche radikal schneiden oder sogar auf den Stock setzen.
Quellen dieser Anleitung: Wikipedia.org, Gemeine Hainbuche und Native-Plants.de, Hecke schneiden und Baumschule-Horstmann.de, Hainbuche / Weißbuche und Hansjörg Haas (Autor) Das große GU Praxishandbuch Pflanzenschnitt (erhältlich bei Amazon) und über 30 Jahre Erfahrung als Hobbygärtnerin
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