Gartenpraxis

Vertikutieren – Wie geht das?

04.04.2025
Vertikutieren ist nicht schwer.
Vertikutieren ist nicht schwer.

Im Frühjahr ist Vertikutieren unter Hobbygärtnern das Top-Thema. Damit der Rasen schön saftig, samtig-dicht und strapazierfähig wird, müssen Moos und Rasenfilz raus. Nach dieser Intensivkur können die Rasengräser tief durchatmen. Fragen Sie sich nicht länger, wie man seinen Rasen vertikutiert. Lesen Sie hier eine einfache, klar verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung. So vertikutieren Sie Ihren Rasen richtig.

Bild von Hayter MowersCC BY 2.0

Brautpaar steht an einem ungemähten Rasen voller Unkraut
Ein Rasen voller Unkraut verdirbt jedes Foto

Foto von Khrystyna Shevtsiv auf Unsplash

Fragezeichen visualisieren dem Leser, dass eine grüner-daumen-zwischenfrage folgt.

Was ist Vertikutieren?

Bilder von Hayter MowersCC BY 2.0

Vertikutieren bedeutet, dass auf einer rotierenden Walze versetzt angeordnete Messer den Rasen etwa 3 mm tief anritzen. Dabei kämmt der Vertikutierer sämtliches Moos, das meiste Unkraut und anderen Rasenfilz aus. Nach dieser Intensivkur haben die Rasengräser mehr Platz, ihre Wurzeln sind besser belüftet und können Dünger optimal aufnehmen.

Fragezeichen visualisieren dem Leser, dass eine grüner-daumen-zwischenfrage folgt.

Woran ist zu erkennen, das man den Rasen vertikutieren sollte?

Sichtbarer Hinweis auf Vertikutier-Bedarf ist starkes Unkrautwachstum auf dem Rasen. Letzte Zweifel räumt ein einfacher Test aus. Hierzu ziehen Sie einen Grubber locker durch den Rasen. Wenn sich dabei Moos und Mährückstände lösen, sollten die Gräser vom Filz befreit werden.

Fragezeichen visualisieren dem Leser, dass eine grüner-daumen-zwischenfrage folgt.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Vertikutieren?

Bester Zeitpunkt zum Vertikutieren ist von Anfang März bis Ende Mai. Ein zweites Zeitfenster öffnet sich von Ende August bis Ende Oktober. Grundsätzlich können Sie den Rasen von März bis Oktober vertikutieren, sofern der Untergrund nicht gefroren, nass oder knochentrocken ist. Wichtigstes Kriterium ist eine Tagestemperatur zwischen 15° und 20° Celsius. Je früher im Jahr ein verfilzter Rasen vertikutiert wird, desto länger kann sich die Grünfläche erholen. Eine Schonzeit von 3 bis 4 Wochen vor der Sommersaison oder dem Winter ist ideal. Darum ist es möglich, schon gleich das erste Rasenmähen nach dem Winter zum Vertikutieren zu nutzen.

Quellen: Einhell.de, hier Rasen richtig vertikutieren und Mein-schöner-Garten, hier Rasen vertikutieren

Rasenmäher mit Unkraut davor und gemähtem Rasen dahinter
Mähen vor dem Vertikutieren verbessert das Ergebnis.

Bild von congerdesign auf Pixabay

Vektor für die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Richtig vertikutieren – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Zum Vertikutieren benötigen Sie: 1 Vertikutierer, 1 Rasenmäher, 1 Rechen, 1 Schutzbrille. So vertikutieren Sie den Rasen richtig:

Die Zahl 1 auf in Weiß vor grünem Hintergrund

Vor dem Vertikutieren den Rasen mähen mit der tiefsten Einstellung. (ist ausnahmsweise erlaubt).

die Zahl 2 vor grünem Hintergrund

Am Vertikutierer eine Arbeitstiefe einstellen von 3 mm.

Die Zahl 3 vor grünem Hintergrund

Eine halbe Rasenbahn vertikutieren, das Ergebnis prüfen und die Arbeitstiefe ggf. ändern.

Die Zahl 4 in weißer Schrift auf grünem Grund

Den Rasen zügig und ohne stehen zu bleiben in Längs- und Querrichtung vertikutieren (Schachbrettmuster).

Die Zahl 5 in weißer Schrift vor grünem Hintergrund

Nach dem Vertikutieren das Schnittgut mit einem Rechen abharken.

Nach dem Vertikutieren sind die gelüfteten Rasenwurzeln aufnahmebereit für den Frühjahrsdünger oder Herbstdünger. Im Frühling ist jetzt eine gute Gelegenheit auf dem Rasen kleine Horste mit Gänseblümchen zu säen. Entstandene Lücken auf der Grünfläche können Sie mit Rasenerde füllen und nachsäen. Zum guten Schluss wird der vertikutierte Rasen regelmäßig bewässert, wenn kein ausreichender Regen fällt. Während der Schonfrist sollte die Grünfläche nicht betreten werden.


Quellen: Rasenberater.ch, hier Rasen vertikutieren aber richtig und Einhell.de, hier Rasen-richtig-vertikutieren Absatz Schritt-für-Schritt-Anleitung

Grüner Daumen - Gartenblog von Gudrun Theissen

Grüner-Daumen-Tipp: Statt nach dem Vertikutieren den ausgekämmten Rasenfilz mühsam zusammenzuharken, erledigten Sie diese Arbeit rückenschonend mit einem Laub- und Rasensammler von Gardena. Das praktische Gerät lässt sich einfach in der Höhe einstellen auf den Untergrund. Darum eignet es sich auch zum kraftsparenden Abkehren von Vertikutiergut. Gut zu wissen: Den Gardena Laub- und Rasensammler kann man bei Amazon kaufen.

Als Amazon-Partner verdiene ich mit qualifizierten Verkäufen.

Das könnte Sie auch interessieren ...

Berg-Reitgras pflanzen & pflegen – fluffiges Alpengras für Garten und Kübel
Alpenflora

Berg-Reitgras pflanzen & pflegen – fluffiges Alpengras für Garten und Kübel

Mit dem luftig-lockeren Berg-Reitgras (Calamagrostis varia) hält die Leichtigkeit sommerlicher Alpenwiesen Einzug ins Beet und auf den Balkon. Seine Markenzeichen sind sommergrüne Halme und gelblich-grüne, violett überhauchte, federleichte Blütenrispen, die sich sanft im Sommerwind wiegen. Das heimische Süßgras… […]
Berg Baldrian pflanzen und pflegen – zarte Alpenstaude mit Heilwirkung für Kalkböden
Alpenflora

Berg Baldrian pflanzen und pflegen – zarte Alpenstaude mit Heilwirkung für Kalkböden

In meiner Serie „Alpenkräuter für den Garten“ dreht sich heute alles um den Berg-Baldrian (Valeriana montana) – eine wenig bekannte Alpenstaude mit duftenden, zartrosa Blütendolden und frischgrünen Blättern. Sein bevorzugter Platz im Hochgebirge liegt zwischen Steinen, an Felshängen… […]
Berg-Johanniskraut pflanzen und pflegen – die wilde Johanniskraut-Art für naturnahe Gehölzränder
Alpenflora

Berg-Johanniskraut pflanzen und pflegen – die wilde Johanniskraut-Art für naturnahe Gehölzränder

Die meisten Freunde heimischer Wildkräuter kennen vor allem das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) als Heilpflanze. Weniger bekannt ist das Berg-Johanniskraut (Hypericum montanum) – keine spektakuläre Hochalpenpflanze und auch keine klassische Pflanze für den Apothekergarten, sondern ein heimisches Wildkraut… […]