Alpenkräuter

Hirtentäschelkraut Wirkung & Anbau – Alpenkräuter im Garten

21.02.2026
Das Hirtentäschel ist ein zartes Wildkraut mit Heilwirkung
Das Hirtentäschel ist ein zartes Wildkraut mit Heilwirkung

Das Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris) ist eine Erfolgsgeschichte der Evolution, die sich vom Flachland bis in alpine Höhenlagen von 3.000 m erstreckt. Es ist heimisch in ganz Europa – besonders häufig in den Bergen, weil es hier seine Ruhe hat. Oft als Unkraut geschmäht, ist das Hirtentäschel in Wahrheit eine vielseitige Heilpflanze, wertvolle Bienenweide und aparte Pionierpflanze für karge Böden, die nahezu ganzjährig blüht. Sein Name ist eine Anspielung auf die herzförmigen Samenschötchen, deren Form an die Taschen von Hirten vergangener Zeiten erinnert.

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über die Heilwirkung des Hirtentäschelkrauts und dessen erfolgreichen Anbau im Garten und auf dem Balkon.

Das Hirtentäschel ist ein zartes Wildkraut mit Heilwirkung

Das Beitragsbild ist von houroumonoCC BY 2.0

Das Wichtigste kurzgefasst

Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris) ist eine anspruchslose, bienenfreundliche Wildpflanze, die auf nahezu jedem Boden wächst bis in alpine Höhen von 3.000 m. Blütezeit ist fast das ganze Jahr. Das Hirtentäschelkraut wird oberflächlich ausgesät, benötigt kaum Pflege und ist für seine blutstillende Heilwirkung bekannt.

Bekannteste Heilwirkung: Blutstillend, lindert starke Menstruations- und Wochenbett-Blutungen.
Standort: Sonnig bis halbschattig.
Boden: Normaler Gartenboden, frisch bis trocken, humos, lehmig-sandig.
Eigenschaften: Einjährig, bienenfreundlich, ungiftig, essbar, anspruchslos.
Besonderheit: Samt sich stark aus, bildet bis zu 4 Generationen im Jahr.
Ökologischer Wert: Wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Käfer und Schmetterlinge.
Alpen-Faktor: Kernig, unverwüstlich, begrünt auch karge Ruderalflächen.
Verwendung: Alpinum, Pionierpflanze, Küchen- und Heilkraut, Bodendecker, Bienenweide, Balkon.

📷 Hirtentäschelkraut Bilder

🌿 Hirtentäschel ist eine traditionelle Heilpflanze

Seit der Antike und dem Mittelalter wird das Hirtentäschelkraut geschätzt als Heilpflanze. Wirksame Inhaltsstoffe sind Cholin, Flavonoide, Saponine, Gerbstoffe, Tyramin, Kalium und ätherisches Öl.

🍵 Hirtentäschelkraut Wirkung und Anwendung

Seine Jahrhunderte lange Wertschätzung in der Volksheilkunde beruht in erster Linie auf einer blutstillenden Wirkung. Innerlich angewendet als Tee hilft das Hirtentäschelkraut gegen zu starke Menstruationsblutungen. Nach einer Entbindung reicht man auch heute noch einer Wöchnerin Hirtentäscheltee, um die Nachblutungen zu reduzieren. Weitere bekannte Heilwirkungen sind:

  • blutreinigend
  • entzündungshemmend
  • wehen- und menstruationsfördernd
  • adstringierend
  • harntreibend
  • kreislaufregulierend

Ein Tee aus Hirtentäschelkraut soll den Blutdruck regulieren, gegen Verstopfung, Krampfadern und Hämorrhoiden helfen. Seine entzündungshemmende Wirkung kommt bei Erkältung, Husten und Halsschmerzen zum Einsatz.

⚠️ Bitte beachten:Hirtentäschelkraut nicht während der Schwangerschaft anwenden! Wie man es von den meisten Naturheilmitteln kennt, kann eine falsche Anwendung und Dosierung erhebliche Nebenwirkungen verursachen. Schon kleine Mengen des Hirtentäschelkrauts wirken wehenfördernd, weil sich die Muskeln der Gebärmutter zusammenziehen. Das mag während einer Entbindung erwünscht sein. In der frühen Schwangerschaft kann es jedoch zur Fehlgeburt kommen.

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🎓 Hirtentäschelkraut Steckbrief

Historische, botanische Illustration des Hirtentäschelkrauts mit allen Pflanzenteilen

Historische, botanische Illustration des Hirtentäschels – gemeinfrei via wikimedia

Hirtentäschelkraut wissenschaftlicher NameCapsella bursa-pastoris
SynonymeGewöhnliches Hirtentäschel, Blutkraut, Bauernsenf (wegen des scharfen Geschmacks).
FamilieKreuzblütler (Brassicaceae)
HerkunftEuropa
Vorkommen in MitteleuropaRuderalflächen, Wegränder, Wiesen, besonders häufig in den Alpen bis auf 3.000 m üNN
WuchsartEinjährige, behaarte, krautige Pflanze mit Pfahlwurzel.
WuchsAufrecht mit grundständiger Blattrosette und einem Blütenstängel.
Höhe10-50 cm
BlütezeitJanuar bis Oktober oder ganzjährig.
BlütenTraubiger Blütenstand mit zahlreichen, weißen Einzelblüten.
FrüchteHerzförmige Schötchen von April bis Dezember.
BesonderheitEine Pflanze bildet bis zu 64.000 Samen (Lichtkeimer) und bis zu 4 Generationen pro Jahr.
BlätterGefiedert, gelappt, ganzrandig oder gezähnt.
StandortSonnig bis halbschattig.
BodenFrisch bis trocken, mäßig nährstoffreich, lehmig-humos bis sandig-steinig.
ÖkologieInsektenfreundlich, Nektar- und Pollenwert 2/4
GiftigkeitUngiftig, essbar
StatusHäufig, ungefährdet, nicht besonders geschützt
VerwendungPionierpflanze, Küchenkraut, Heilpflanze, Kräuterbeet, Alpengarten, Bienenweide, Topfgarten, Balkon

Auf einer großen Fläche gedeihen blühende Hirtentäschel und Taubnesseln bodendeckend
Am richtigen Standort gedeiht das Hirtentäschelkraut als Bodendecker, gerne mit Taubnesseln, wie dem Nesselkönig (Lamium orvala).

Bild von autanCC BY-NC-ND 2.0

🌤️Hirtentäschelkraut Standort

Das Hirtentäschelkraut ist in Mitteleuropa weit verbreitet und kommt in den Alpen besonders häufig vor. Als Pionierpflanze ist es nahezu anspruchslos, hat aber kleine Vorlieben:

Licht: Am liebsten vollsonnig bis halbschattig.

Boden: Jeder normale Gartenboden, frisch bis trocken, mäßig nährstoffreich, locker, humos bis lehmig-sandig. Es wächst aber auch auf kargen Böden oder in Pflasterritzen.

🏔️ Alpenfaktor: Das Hirtentäschelkraut ist perfekt an raue Bedingungen angepasst – Wind, Frost, Temperaturwechsel und magere Böden machen ihm nichts aus.

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Verdichtete, staunasse Böden meidet das Hirtentäschelkraut oder bleibt kümmerlich. Für diese problematischen Standorte eignen sich alpine Spezialisten für nasse Füße, wie die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale), die legendäre Meisterwurz (Peucedanum ostruthium) und das Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris), das ebenfalls essbar ist.

Auf einem blühenden Hirtentäschelkraut sitzen zwei Schmetterlinge als Schlafgemeinschaft
Der Anbau von Hirtentäschelkraut bereichert den Garten um eine Bienen- und Schmetterlingsweide, die Senfweißlinge auch als Schlafplatz nutzen.

Bild von Sven DamerowCC BY-SA 4.0

Hände halten Samen und lassen sie langsam herunterfallen als Symbol für Aussaat

Hirtentäschelkraut Aussaat – Anleitung

Beste Zeit für die Aussaat ist von März bis November, denn Hirtentäschel Samen sind Lichtkeimer und Normalkeimer. Wenn Sie im Herbst säen, überwintert es zumeist als Blattrosette und treibt im zeitigen Frühjahr aus. So gelingt die Aussaat in 5 Schritten:

1. Die Samen breitwürfig ausstreuen auf eine locker, feinkrümelige Erde.

2. Die Lichtkeimer – nicht oder hauchdünn mit Erde bedecken.

3. Leicht andrücken, gleichmäßig feucht halten und regelmäßig Unkrautjäten.

4. Keimung erfolgt bei 15-20 Grad innerhalb von 5-10 Tagen.

5. Keimlinge mit mindestens 4 Blättern pikieren auf einen Abstand von 15-20 cm.

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    Grüner-Daumen-Tipp: Das Hirtentäschelkraut sät sich zuverlässig selbst aus. 👉 Darum sein schlechter Ruf als Unkraut – einmal im Garten, immer im Garten.

    Blick auf ein blühendes Hirtentäschelkraut im Schnee
    Das Hirtentäschelkraut ist nicht nur winterhart, sondern es blüht sogar im Schnee.

    Bild von Andreas RocksteinCC BY-SA 2.0

    Vektor für Pflanzen düngen

    Hirtentäschelkraut Pflege

    Das Gewöhnliche Hirtentäschel gehört zu den pflegeleichtesten Alpenkräutern, die man im Garten anbauen kann. Mit seiner bis zu 90 cm langen Pfahlwurzel versorgt es sich selbst.

    • 🚿 Gießen: Nur extremer Trockenheit nötig. Jungpflanzen bis zum Anwachsen leicht feucht halten.
    • ✂️ Schneiden: Kein Schnitt nötig. Verwelktes nur schneiden, wenn die Selbstaussaat unerwünscht ist.
    • 🌿 Düngen: Kein Dünger erforderlich. Nährstoffüberschuss weicht die Triebe auf und reduziert die Heilwirkung.
    • 🐌 Kaum anfällig für Schädlinge.

    👉 In der Anfangsphase sollte man das Beet regelmäßig jäten, damit dominante Gräser das Hirtentäschelkraut nicht überwuchern.

    In einem Korb liegt frisch geerntetes Hirtentäschelkraut
    Hirtentäschelkraut liefert nahezu ganzjährig eine frische Kräuterernte.

    Von 경빈마마CC BY 4.0

    ✂️ Hirtentäschelkraut ernten und verwenden

    Weil das Hirtentäschelkraut nahezu ununterbrochen blüht und fruchtet, kann man es ganzjährig ernten. Die beste Erntezeit ist vom Frühling bis zum Herbst.

    🌿 Verwendung als Heilpflanze

    Das gesamte Kraut kann während der Blütezeit geerntet und getrocknet werden für die Zubereitung als wohltuenden, heilkräftigen Tee, nach dieser Rezeptur:

    • 1 – 2 Teelöffel (2 – 4 g) Hirtentäschelkraut in eine Tasse geben.
    • Mit 150 ml sprudelnd kochendem Wasser übergießen.
    • 10 – 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und genießen.
    • Tagesdosis von 2 – 4 Tassen nicht überschreiten.

    Blick von oben auf einen Teller mit Spaghetti und Hirtentäschelkraut
    Hirtentäschelkraut verleiht Spaghetti eine besondere Würze.

    Bild von ScudsvladCC BY-SA 4.0

    👩‍🍳 Verwendung als Küchenkraut

    Alle oberirdischen Pflanzenteile des Hirtentäschelkrauts sind essbar. Die Blätter schmecken nussig-scharf und können wie Winterkresse verzehrt werden. Etwas milder ist das Aroma der Blüten. Sogar die herzförmigen Schötchen sind essbar. Folgende Übersicht stellt Ihnen die beliebtesten, kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten vor:

    Frische, rohe BlätterFür Salat, Pesto, Kräuterbutter und Brotbelag
    Getrocknete BlätterFür Kräutersalz, Kräuterquark, Gewürz für Fleisch und Fisch
    Blanchierte BlätterWürze für Eierspeisen, Kartoffelspeisen, Nudelgerichte
    BlütenEssbare Dekoration für kalte und warme Speisen.
    Schötchen und SamenFür Rohkost, Kräuterquark und als Senfersatz.

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    Grüner-Daumen-Tipp: Lassen Sie ein paar Pflanzen stehen und entfernen den Rest vor der Samenreife – so haben Sie jedes Jahr frisches Hirtentäschel, ohne dass es Ihren Garten übernimmt.

    Im Blumenkasten auf dem sonnigen Balkon gedeihen blühende Hirtentäschel
    Balkongärtner bauen Hirtentäschelkraut im Topf und Blumenkasten an als Mini-Kräutergarten und Bienenweide.

    Illustration für umtopfen, Erde, Pflanzerde, Substrat, Boden

    Hirtentäschelkraut im Topf anbauen – Tipps

    Für den Anbau von Hirtentäschel auf dem Balkon verwenden Sie einen tiefen Topf mit Bodenöffnung, damit sich die Pfahlwurzel frei entfalten kann. Als Substrat eignet sich eine lockere, mit Sand gemischte, magere Kräutererde. Unverzichtbar ist eine Drainage zum Schutz vor Staunässe. So säen Sie das Hirtentäschelkraut im Topf und Balkonkasten richtig aus:

    1. Bedecken Sie den Gefäßboden mit Splitt, Blähton oder Tonscherben als Drainage.

    2. Füllen Sie das Substrat ein und lassen einen Gießrand frei.

    3. Legen Sie die Hirtentäschel Samen im Abstand von 10 cm auf die Erde. Sie können das Saatgut auch ausstreuen und später die Sämlinge später vereinzeln, wenn sie zu eng stehen.

    4. Mit einem Löffel oder Brettchen drücken Sie die Erde leicht an.

    5. Zum Angießen besprühen Sie das Saatgut mit zimmerwarmem Wasser.

    Am hellen, warmen Fensterplatz keimen die Samen innerhalb weniger Tage. Günstig auf die Keimzeit wirkt sich aus, wenn Sie den Topf oder Balkonkasten mit einer Klarsichtfolie abdecken. Halten Sie das Substrat konstant leicht feucht und lüften die Abdeckung täglich, damit sich kein Schimmel bildet. Sobald die Keimung einsetzt, wird die Folie wieder entfernt.

    In einer Wildblumenwiese gedeihen Hirtentäschel, Löwenzahn und rote Taubnessel
    Ein wunderschönes Beispiel für eine gelungene Biodiversität mit Hirtentäschel, Löwenzahn und Taubnessel.

    Bild von VikiçizerCC BY-SA 4.0

    🤝 Gute Nachbarn für das Hirtentäschelkraut

    Die idealen Pflanzpartner streben nicht danach, das Hirtentäschel zu überwuchern und bevorzugen ähnliche Standortbedingungen.

    1. Die „Wildkräuter-Gang“ (Ökologisch wertvoll)

    Wenn Sie ein naturnahes Beet anlegen, profitieren Optik und Biodiversität von diesen Begleitpflanzen für das Hirtentäschelkraut:

    • Rotklee (Trifolium pratense) mit roten, bienenfreundlichen Blüten von April bis Oktober.
    • Moos-Steinbrech (Saxifraga bryoides), der immergrüne Bodendecker mit weißen Blüten von Juli bis August.
    • Berg-Sandglöckchen (Jasione montana), die einjährige Bienenweide mit himmelblauen Blüten im Sommer.

    2. Die „Küchen-Spezis“ (Kulinarisch ergänzend)

    Da das Hirtentäschelkraut wie Rucola schmeckt, passt es hervorragend zu anderen, essbaren Wildkräutern für die Naturküche.

    • Behaartes Schaumkraut (Cardamine hirsuta) ein ebenso unterschätztes Heil- und Wildkraut, wie Hirtentäschel, beliebt für Wildkräutersalate und und Frischkäsebrote.
    • Winterkresse (Barbarea vulgaris), die zweijährige Kräuterpflanze mit würzigem Geschmack und gelben, bienenfreundlichen Blüten.
    • Zitronenmelisse (Melissa officinalis), das duftende Küchenkraut mit erfrischendem Zitronengeschmack und weißen, bienenfreundlichen Blüten im Sommer.

    3. Die „Alpen-Optik“ (glaubwürdige, alpine Partner)

    Für eine stimmige, alpine Gartengestaltung empfehlen sich Wildkräuter, die auch im Gebirge die Gesellschaft von Hirtentäschel suchen:

    • Quendel (Wilder Thymian): Der niedrige, teppichartige Wuchs des Quendels bildet einen schönen Kontrast zu den aufrechten Stängeln des Hirtentäschels.
    • Alpen-Gämswurz, wie die Zwerg-Gämswurz (Doronicum orientale) mit gelben Körbchenblüten von März bis Mai.
    • Gelber Steinklee (Melilotus officinalis), eine alpine Heilpflanze gegen müde Beine mit gelben Blüten von Juni bis Oktober.

    🚫 Die „Problem-Zone“ (Schlechte Nachbarn für das Hirtentäschelkaut)

    Da das Hirtentäschelkraut als Kreuzblütler mit dem Kohl verwandt ist, gilt hier eine der wichtigsten Grundregeln für die Mischkultur:

    • Keine Kreuzblütler kombinieren: Pflanzen Sie es nicht direkt neben Gemüsepflanzen, wie Blumenkohl, Rosenkohl und Broccoli. Das Hirtentäschel kann als Wirt für die Kohlhernie (eine gefürchtete Wurzelkrankheit) dienen und Schädlinge wie den Kohlerdfloh anlocken.
    • Starkzehrer meiden: Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf, wie Kirschtomaten und Porree, konkurrieren mit dem Hirtentäschelkraut um die Nährstoffe im Boden und entziehen ihm auf diese Weise die Lebensgrundlage.

    Auf den Blüten eines Hirtentäschelkrauts sitzt ein prächtiger Aurorafalter
    Für den Aurorafalter ist das Hirtentäschel eine wichtige Nahrungsquelle.

    Bild von GeorgfotoartCC BY-SA 4.0

    Fragezeichen in Grün visualisieren eine Fragestellung

    Häufig gestellte Fragen

    Ist das Hirtentäschelkraut giftig?

    Nein, das Hirtentäschelkraut mit dem botanischen Namen Capsella bursa-pastoris ist nicht giftig, sondern ein essbares Wildkraut. Seine Blätter und herzförmigen Schötchen schmecken würzig mit einer pfeffrigen Note. Auch die zierlichen Blüten sind essbar und werden gerne als essbare Dekoration für Salate verwendet.

    Ist das Hirtentäschel bienenfreundlich?

    Ja, weil das Hirtentäschelkraut fast das ganze Jahr über blüht -sogar an milden Wintertagen -, ist es eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, wenn andere Quellen versiegen. Schwebfliegen lieben die weißen Blüten und auch kleine Wildbienen kommen hier nicht zu kurz, weil Nektar und Pollen einfach zu erreichen sind. Für Schmetterlinge, wie der Aurorafalter und der Kohlweißling, ist das Hirtentäschel eine wertvolle Raupenfutterpflanze.

    Wann sollte man das Hirtentäschelkraut ernten?

    Beste Erntezeit ist vom Frühling bis zum Herbst. Zu diesem Zeitpunkt entfaltet das Hirtentäschelkraut sein bestes Aroma und seine heilkräftigen Inhaltsstoffe befinden sich auf dem höchsten Niveau. Grundsätzlich können Sie das Wildkraut zu jeder Jahreszeit ernten und verwenden.

    Quellen: Wikipedia.org, Gewöhnliches Hirtentäschel und Naturadb.de, Gewöhnliches Hirtentäschel und Oekologie-Seite.de, Capsella bursa-pastoris und Heilkraeuter.de, Hirtentäschel und Magicgardenseeds.at, Gewöhnliches Hirtentäschel Samen

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