Giftig oder ungiftig

Dürfen Hunde Erdbeeren essen?

6. Juli 2024
Ob der Hund die Erdbeeren vernaschen darf?
Ob der Hund die Erdbeeren vernaschen darf?

Alles Wissenswerte über den Stellenwert der süßen Früchte in der Hundeernährung

Superfood Erdbeeren – lecker, saftig und voller Vitamine! Was für uns Menschen ein gesunder und köstlich-erfrischender Snack ist, könnte auch für unsere geliebten Hunde eine willkommene Abwechslung sein. Doch dürfen Hunde eigentlich Erdbeeren essen? Lesen Sie hier die Antwort mit vielen wissenswerten Tipps.

Erdbeerpflanze mit weißen Blüten

Kurzfassung

Hunde dürfen Erdbeeren essen. Die Früchte sind gesund, denn sie enthalten viele Vitamine, Antioxidantien, Flavonoide und Phenolsäuren. Verfüttern Sie primär ungespritzte, gewaschene, reife Erdbeeren aus dem Bio-Anbau. Entfernen Sie den Strunk und beobachten die Reaktion Ihres Hundes auf das Leckerli. Anfangs können Sie pro Tag und Hund 2 bis 3 Erdbeeren anbieten. Sind dem Vierbeiner die Früchte bekömmlich, können Sie die Menge auf 4 bis 5 Früchte täglich steigern. Erdbeeren müssen nicht püriert oder gekocht werden.

Ja, Hunde dürfen Erdbeeren essen

Die Früchte sind für unsere geliebten Vierbeiner nicht giftig. Im Gegenteil sind Erdbeeren prall gefüllt mit gesunden Antioxidantien und Vitaminen, insbesondere Vitamin C, Vitamin B1 und Vitamin B9 (Folsäure). Besonders wertvoll sind die in Erdbeeren enthaltenen Flavonoide und Phenolsäuren, denen eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird und die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen sollen. Auch Wölfe, die wilden Verwandten des Haushundes, peppen ihren Speiseplan instinktiv auf mit wilden Erdbeeren und anderem Wildobst sowie Gemüse und Gras.

Rote Erdbeere grafisch.

Weniger ist mehr – So viele Erdbeeren dürfen Hunde essen

Zu viel des Guten kann bei Hunden schnell zu Übergewicht oder Magenverstimmungen führen. Bedenklich ist ein hoher Zuckergehalt von 4 bis 6 Gramm Zucker je 100 Gramm frischer Erdbeeren. Gelegentlich ist bei Hunden eine Unverträglichkeit gegenüber Erdbeeren zu beklagen. Betroffene Fellnasen leiden unter Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Daher sollten Erdbeeren einem Hund nur als gelegentlicher Leckerbissen und in Maßen angeboten werden. Als Faustregel gilt: Pro Hund und Tag zwei bis drei Erdbeeren anbieten. Erweisen sich die Früchte als bekömmlich, kann die Menge gesteigert werden auf vier bis fünf Erdbeeren pro Tag. Junge Hunde, trächtige Hündinnen und Hunde mit empfindlichem Magen: Den ersten Erdbeer-Snack lieber etwas kleiner ausfallen lassen und die Reaktion genau beobachten.

Fragezeichen visualisieren dem Leser, dass eine grüner-daumen-zwischenfrage folgt.

Was ist beim Verfüttern von Erdbeeren an Hunde zu beachten?

Reife Erdbeeren bevorzugen: Grüne Erdbeeren sind giftig für Hunde und können zu Magen-Darm-Beschwerden führen.

Erdbeeren gründlich abspülen: Pestizide und andere Verunreinigungen auf der Schale sollten vor dem Verzehr entfernt werden. Am besten verfüttert man ungespritzte Erdbeeren aus eigenem Anbau oder Walderdbeeren.

Den grünen Stielansatz kann man stehen lassen: Der Strunk muss nach abgeschnitten werden. Allerdings kann das grüne Erdbeerhütchen für kleine Hunde schwer verdaulich sein.

Reaktion beobachten: Nach dem ersten Verfüttern von Erdbeeren sollte man seinen Hund auf mögliche Anzeichen für Unverträglichkeiten beobachten.

Gut zu wissen: Erdbeeren für einen Hund müssen weder kleingeschnitten, noch gekocht oder püriert werden.

Fragezeichen visualisieren dem Leser, dass eine grüner-daumen-zwischenfrage folgt.

Grüner-Daumen-Zwischenfrage: Was dürfen Hunde nicht essen?

Eine ganze Reihe von Nahrungsmitteln und Substanzen sind für Hunde ungeeignet oder gar giftig. Diese Lebensmittel sollten Hundebesitzern bekannt sein, weil sich unser Stoffwechsel deutlich von dem unserer Vierbeiner unterscheidet. Der Hersteller von Heimtiernahrung, Purina, hat die wichtigsten Stoffe zusammengestellt, die Hunde nicht essen sollten.

Giftige Lebensmittel für HundeWarum giftig für Hunde?
Alkohol und KoffeinDie Leber von Hunden kann keinen Alkohol und kein Koffein abbauen.
AvocadosErstickungsgefahr durch den Kern, unbekömmliches Fruchtfleisch, hoher Fettgehalt.
Fettiges EssenHühnerhaut, Bauchspeck u. a. verursacht Verdauungsbeschwerden.
Kakao und SchokoladeTheobromin in Schokolade ist giftig.
Knoblauch und ZwiebelnSchwefelhaltige Verbindungen verursachen Blutarmut und Nierenversagen.
KnochenKnochen können splittern, die Speiseröhre verletzen und Magen-Darm-Verschluss verursachen.
Milch und MilchprodukteLactose (Milchzucker) verursacht Durchfall.
NachtschattengewächseKartoffeln, Tomaten u. a. enthalten Giftstoffe für Hunde.
Obstkerne von SteinobstObstkerne enthalten giftige Blausäure und verletzen den Darm.
Rohe Bohnen und LinsenHülsenfrüchte können Hunde nur gekocht verdauen.
Rohes SchweinefleischRohes Schweinefleisch kann einen tödlichen Virus enthalten.
Trauben und RosinenOxalsäure in Weintrauben kann Nierenversagen verursachen.
Quelle: Purina.de, Was dürfen Hunde nicht essen und Augsburger-Allgemeine.de, Dürfen Hunde Erdbeeren essen
Rote Erdbeere grafisch.

Fazit

Erdbeeren können für Hunde eine gesunde und schmackhafte Ergänzung des Speiseplans sein. Achten Sie jedoch auf den Reifegrad, die richtige Menge und die Qualität der Früchte, um eventuelle Magen-Darm-Probleme zu vermeiden. Wenn Ihrer geliebten Fellnase die Erdbeeren schmecken und gut bekommen, nehmen Sie doch einfach die dekorativen Pflanzen im Pflanzplan auf, wenn Sie ein neues Blumenbeet anlegen. Dann können Sie den ganzen Sommer hindurch frische Erdbeeren ernten.

Quellen: Terracanis.com, Dürfen Hunde Erdbeeren essen und Petsdeli.de, Darum sind Erdbeeren für Hunde so gesund

Alexandr Ivanov bei Pixabay. Bollo00 bei Flickr. Den Fotografinnen und Fotografen herzlichen Dank!

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