Überwintern

Hängebegonien überwintern: Sind sie winterhart?

08.04.2025
Hängetöpfe mit Blumen und Hängebegonien unter einem Dachvorsprung in der Natur.
Hängetöpfe mit Blumen und Hängebegonien unter einem Dachvorsprung in der Natur.

Bis weit in den Herbst hinein schmücken Hängebegonien mit ihren Blütenkaskaden Blumenampeln und Balkonkästen. Am Ende der Sommersaison fragen sich Hobbygärtner zu Recht, ob Hängebegonien überwintern können. Sind Hängebegonien winterhart? Sind Hängebegonien mehrjährig? Die Antworten finden Sie hier. Los geht’s!

Das Beitragsbild ist von Glenn Haertlein auf Unsplash

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Kurzfassung

Fragezeichen visualisieren dem Leser, dass eine grüner-daumen-zwischenfrage folgt.

Wie kann man Hängebegonien überwintern?

Die frostempfindlichen Hängebegonien überwintern dunkel, trocken und kühl bei Temperaturen um 5 Grad. Zur Vorbereitung stellt man ab Anfang September das Düngen ein und reduziert das Gießwasser. Vor dem ersten Frost erhalten die Hängebegonien einen Rückschnitt bis auf kurze Stummel. Man gräbt die Knollen aus, bürstet die Erde ab und schneidet vertrocknete Wurzeln ab. In einer mit Zeitungspapier ausgelegten Kiste, eingeschlagen in Sand oder Kokoserde, überwintern die Hängebegonien-Knollen bis Ende Februar das Antreiben beginnen kann.

Unter einem Vordach hängen zwei große Blumenampeln mit Hängebegonien und Petunien.
Im Unterschied zu ihren Pflanznachbarn in der Ampel können Hängebegonien überwintern.

Bild von Peter Holmes auf Pixabay

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Sind Hängebegonien winterhart?

Nein, Hänge-Begonien sind nicht winterhart. Die beliebten Balkonblumen stammen aus den Bergnebelwäldern der Anden in Bolivien und Argentinien. Dort sinken die Temperaturen nur selten unter den Gefrierpunkt. In Mitteleuropa sind Begonia boliviensis daher frostempfindlich und werden meist einjährig kultiviert. Das ist schade, denn trotz ihrer Frostempfindlichkeit sind Hängebegonien mehrjährig. Ihre buschigen, überhängenden Triebe entspringen einem knolligen Rhizom als Überdauerungsorgan. Deshalb können Hängebegonien wie Dahlienknollen überwintern.

Hängebegonien überwintern – Vorbereitungen beginnen im Herbst

Wenn Hängebegonien Anfang September noch in voller Blüte stehen, beginnen die Vorbereitungen für die Überwinterung. Stellen Sie das Düngen ein und reduzieren allmählich die Gießmenge. Kurz vor dem ersten Frost sollten Hängebegonien in der Ampel und im Blumenkasten nahezu trocken stehen.

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Grüner-Daumen-Zwischenfrage: Warum müssen die Blätter von Hängebegonien vor der Überwinterung vollständig vergilben und vertrocknen?

Es ist kein schöner Anblick, wenn die Blätter der Hängebegonien absterben. Dieser Vorgang leistet jedoch einen wertvollen Beitrag für die Blüte im nächsten Jahr. Beim Vergilben und Vertrocknen werden Reservestoffe aus den Blättern in die Knollen verlagert. Dieser Vorgang ist für alle Zwiebel- und Knollenblumen wichtig, unabhängig davon, ob es sich um winterharte Pflanzen wie Tulpen und Schneeglöckchen oder um frostempfindliche Pflanzen wie Canna, Blumenrohr und Hängebegonien handelt.

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Grüner-Daumen-Tipp: Markieren Sie jede Hängebegonien-Knolle mit einem Etikett. Im nächsten Frühling werden Sie dankbar die notierten Infos lesen über den Namen, die Sorte und Blütenfarbe Name. Am besten geeignet sind Hängeetiketten mit Faden aus Kraftpapier, die Sie bei Amazon kaufen können.

die ausgegrabenen Knollen von Begonien
Gut abgebürstet können die Blumenknollen überwintern

Bild von (c) Dave Crosby gemäß CC BY-SA 2.0

Eiskalter Emoji mit Frostmotiven, symbolisiert frostige Bedingungen im Garten.

Hängebegonien überwintern: ausgraben und richtig einlagern

Nach den ersten Nachtfrösten ist es Zeit, die Hängebegonien in ein frostfreies Winterquartier zu bringen. Folgende Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie Hängebegonien richtig überwintern:

Die Zahl auf in Weiß vor grünem Hintergrund

Alle Triebe auf kurze Stummel zurückschneiden und die Knollen ausgraben.

die Zahl 2 vor grünem Hintergrund

Anhaftende Erde abbürsten, faule Knollen aussortieren, vertrocknete Wurzeln abschneiden.

Die Zahl 3 vor grünem Hintergrund

Kiste mit Zeitungspapier auslegen, die Knollen nebeneinander legen ohne Berührungspunkte und bedecken mit Sand, Stroh oder Kokoserde (gibt’s günstig bei Amazon).

Das ideale Winterquartier für Hängebegonien-Knollen ist trocken, dunkel und frostfrei bei Temperaturen um 5 Grad. Geeignete Räumlichkeiten sind ein kühler Keller, der Dachboden, die Garage und ein fensterloser Schuppen. Kontrollieren Sie die Hängebegonien einmal im Monat. Knollen mit Fäulnis sortieren Sie aus.

Symbol für Pflanzenpflege mit Töpfen, Gießkanne, Erde, Blumenschaufel

Hängebegonien nach dem Überwintern antreiben

Ende Februar kann mit dem Antreiben von Hängebegonien begonnen werden. Hierzu setzt man die Knollen in die Ampel und den Blumenkasten, gefüllt mit lockerer, durchlässiger, torffreier Blumenerde. Zuvor bedecken Sie den Gefäßboden mit einer Drainage aus Blähtonkügelchen (gibt’s bei Amazon). Günstig für den Austrieb ist eine übergestülpte Plastiktüte mit Abstandshalter. Auf der hellen, warmen Fensterbank gießen Sie sparsam und lüften die Haube täglich. Wenn sich die ersten Triebe bilden, kann die Plastiktüte entfernt werden. Gedüngt werden die Hängebegonien erst ab Mai.

Anfang April beginnt die Abhärtung der Knollenbegonien. Hierzu stellen Sie die Pflanzen an milden Tagen tagsüber auf den Balkon in den Halbschatten und räumen sie abends wieder ein. Ab Mitte Mai nehmen die Hängebegonien ihren endgültigen sommerlichen Standort ein.

Quellen: Wikipedia.org, Begonia boliviensis und Mein-schoener-garten.de, Hängebegonien und Floragard.de, Begonia boliviensis

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Hermann Schnabel, Terry Ryan, bei Flickr. Den Fotografinnen und Fotografen herzlichen Dank!

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