Überwintern

Ist die Wunderblume winterhart?

03.04.2025
Gelbe Blüten der Japanischen Wunderblume, ideal für den heimischen Garten.
Gelbe Blüten der Japanischen Wunderblume, ideal für den heimischen Garten.

Nein, die Japanische Wunderblume ist nicht winterhart. Trotz ihres Namens stammt die farbenprächtige Sommerblume aus Südamerika. Werfen Sie die Mirabilis jalapa im Herbst nicht weg, denn die Knollenblume gedeiht mehrjährig. In diesem Ratgeber lesen Sie, wie die Japanische Wunderblume richtig überwintern. Auf geht’s!

Das Beitragsbild ist von Marion Mesbah auf Unsplash

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Kurzfassung

Fragezeichen visualisieren dem Leser, dass eine grüner-daumen-zwischenfrage folgt.

Wie kann man die Japanische Wunderblume überwintern?

Im Spätherbst, rechtzeitig vor dem ersten Frost, graben Sie die Knollen aus, nachdem alle Blätter vergilbt und abgestorben sind. Anhaftende Erde bürsten Sie ab. Die eingezogenen Pflanzenteile und alle Wurzeln schneiden Sie ab. Für einige Tage trocknen die Knollen am luftigen Standort. Auf einem Gitterrost, in einer Kiste mit Sand oder Kokosfasern überwintert die Japanische Wunderblume im dunklen, kühlen Raum bei 5° bis 10° Celsius. Regelmäßige Kontrollen stellen sicher, dass die Knollen weder vertrocknen noch faulen.

Vier Knollen von Mirabilis jalapa vorbereitet für die Überwinterung
So vorbereitet, können die Knollen einer Japanischen Wunderblume überwintern.

Bildquelle Scott ZonaCC BY-NC 2.0

Eiskalter Emoji mit Frostmotiven, symbolisiert frostige Bedingungen im Garten.

Japanische Wunderblume überwintern: Vorbereitungen beginnen im Spätherbst

In ihrer südamerikanischen Heimat gedeiht die Japanische Wunderblume mehrjährig. Alle Pflanzenteile – einschließlich der Knollen – sind kälteempfindlich. Darum muss eine Mirabilis jalapa frostfrei überwintern. Die Vorbereitungen beginnen im Spätherbst. Wenn die Temperaturen unter 10° Celsius fallen, verwelkten die letzten Blüten und die Blätter werden gelb. Bei diesem Prozess werden restliche Nährstoffe in die Knolle verlagert als Energiereserve für die nächste Blütezeit. Sind alle Pflanzenteile abgestorben, graben Sie die Knollen rechtzeitig vor dem ersten Frost, aus. So geht es:

Mit einer Grabegabel die Knollen aus der Erde heben, im Kübel mit den Händen ausgraben.

Anhaftende Erde abbürsten.

Die abgestorbenen Pflanzenteile und alle Wurzeln abschneiden, am besten mit einer Bypass-Gartenschere, z. B. von Grüntek (gibt’s günstig bei Amazon).

Ein Haken auf grünem Untergrund als Aufzählungszeichen.

Beschädigte Knollen und Knollen mit faulen Stellen aussortieren.

Noch im Garten sollten Wunderblumenknollen mit Pflanzenschildern (gibt’s günstig bei Amazon) markiert werden, auf denen Sie den Sortennamen und die Blütenfarbe notieren. Das ist sehr nützlich, vor allem, wenn Sie gleichzeitig andere Blumenknollen ausgraben, wie Blumenrohr oder Gladiolen.

Grüner-Daumen-Zwischenfrage: Ist die Japanische Wunderblume giftig?

Ja, die Japanische Wunderblume ist giftig. Vor allem die Samen und Knollen sind für Menschen und Tiere schwach giftig. Der absichtliche und unabsichtliche Verzehr kann Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Empfindliche Menschen reagieren auf Hautkontakt mit Juckreiz und roten Stellen, die sich entzünden, wenn sie aufgekratzt werden. Darum sollten die Knollen außerhalb der Reichweite von Kindern, Katzen und Hunden aufbewahrt werden. Als Futter für Nagetiere sind die Blätter nicht geeignet. Hobbygärtnern sei ans Herz gelegt, bei Pflanz- und Pflegearbeiten Japanischer Wunderblumen Handschuhe zu tragen.

Eiskalter Emoji mit Frostmotiven, symbolisiert frostige Bedingungen im Garten.

Japanische Wunderblume richtig überwintern

Vor dem Einräumen legen Sie die Wunderblumen-Knollen am luftigen Platz für 1 bis 2 Tage zum Trocknen aus. Eingelagert werden die knolligen Wurzelstöcke im kühlen, dunklen Winterquartier bei Temperaturen um zwischen 5° und 10° Celsius. Mein Großvater wickelte noch alle Blumenknollen einzeln in Zeitungspapier ein. Heute hat sich folgende Vorgehensweise sehr gut bewährt: Eine Holzkiste wird mit Zeitungspapier ausgeschlagen. Auf den Boden streut man trockenen Sand oder ungedüngte Kokoserde (gibt’s bei Amazon), legt die Knollen ohne Berührungsstellen darauf und bedeckt sie mit Sand oder Kokoserde. Sägemehl als Medium für die Überwinterung steht in der Kritik. Die Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) warnt im Zusammenhang mit dem Aufbewahrungsmedium: Zitat „Bei der Verwendung von Sägemehl besteht Erstickungsgefahr“ (Quelle: gds-staudenfreunde.de Dahlien kultivieren). Dieser Hinweis lässt sich auf Wunderblumen übertragen, weil die Knollen ebenso zu überwintern sind, wie Dahlien.

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Grüner-Daumen-Tipp: In der Pflege von Japanischen Wunderblumen wird entkalktes Gießwasser empfohlen. Hierzu kann man Regenwasser sammeln, Leitungswasser abkochen oder lange stehen lassen. Die komfortable Lösung ist die Verwendung eines Wasserfilters, wie der Amazon Basic Wasserfilter. Passend dazu gibt es die Amazon Basics Wasserfilterkartuschen mit 3, 6 oder 12 Stück.

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Japanische Wunderblume überwintern: Pflege im Winter

Die Pflege von Japanischen Wunderblumen im Winter besteht aus regelmäßigen Kontrollen. Die Knollen dürfen weder austrocknen noch faulen. Ist die Luftfeuchtigkeit im Winterquartier zu gering, sprühen Sie die Knollen alle 2 bis 3 Wochen leicht ein mit entkalktem Wasser. Ist die Luftfeuchtigkeit dagegen zu hoch, sollte man die Knollen regelmäßig umdrehen.

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Fazit

Obwohl die Japanische Wunderblume nicht winterhart ist, kann man die wunderschöne Sommerblume mehrjährig kultivieren. Mit diesen Tipps und ein wenig Sorgfalt überwintern Mirabilis jalapa, damit sich das farbenfrohe Blütenfestival eine weitere Saison wiederholt.

Quellen: Wikipedia.org, Wunderblume und Compo.de, Wunderblume überwintern und Blumenzwiebel.de, Japanische Wunderblume und Der-Blumenzwiebelversand.de, Wunderblume und Lubera.com, Japanische Wunderblume

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