Fehlt Ihrem Zuhause eine Oase der Ruhe nach dem Vorbild fernöstlicher Harmonie? Ein Zen-Garten erfüllt den Traum vom magischen Rückzugsort mit überraschend einfachen, minimalistischen Mitteln. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte, um einen Zen-Garten anzulegen und schön zu gestalten, sei es draußen im Beet oder drinnen im Miniformat. Auf geht’s!
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Kurzfassung
Wie legt man einen Zengarten an?
Von April bis September ist die beste Zeit, einen Zengarten anzulegen. Der ideale Standort ist halbschattig bis schattig mit einem lockeren, durchlässigen Boden. Entfernen Sie zuerst Unkraut und Steine, wobei die Erde spatentief aufgelockert wird. Nunmehr heben Sie die Flächen für Kies, Sand und Moos 20 cm tief aus. Markieren Sie die Flächen und fügen Sie sparsam Pflanzen, Steine und Dekorationen hinzu.
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Was ist ein Zen-Garten?
Ein Zen-Garten, auch Kare-san-sui genannt, ist ein minimalistischer japanischer Garten. Darin stellt das Gärtnern eine Form der Meditation dar. Für eine schöne, authentische Gestaltung sind 4 Elemente maßgeblich:
Kies oder Sand: Symbolisiert Wasser und Meer.
Steine: Repräsentieren Berge und Inseln.
Pflanzen: Keine oder einige wenige, ausgewählte Pflanzen, wie Moos, Bambus oder Bonsai.
Zubehör: Dekorationen wie eine Sitzbank, Steinlaternen oder Buddha-Statuen sind optional.
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Der wichtigste Grundsatz bei der Gestaltung eines Zen-Gartens ist die puristische Einfachheit. Die Elemente sollten so angeordnet sein, dass sie eine harmonische und ausgeglichene Atmosphäre schaffen. In welcher Relation Kies-, Sand- und Moosflächen zueinander stehen, bleibt Ihrer individuellen Entscheidung überlassen. Zu beachten ist lediglich, dass Moos vornehmlich in halbschattigen bis schattigen, kühl-feuchten Lagen gedeiht. Eine wichtige Prämisse ist die sparsame Anordnung von Dekorationen. Damit ein Zen-Garten meditative Ruhe ausstrahlt, darf er nicht überladen sein.
Den richtigen Standort finden für einen Zen-Garten
Wählen Sie für Ihren Zengarten einen halbschattigen bis schattigen, windgeschützten Standort. Optimal ist ein frischer, gut durchlässiger, locker-humoser Boden, an dem Wasser gut ablaufen kann. Stark lehmige Gartenerde verbessern Sie durch die Einarbeitung von Sand, am besten 3-4 Liter je Quadratmeter. Sieht die Gestaltung Pflanzen vor, die in saurer Erde gedeihen, wie Japanischer Schlitzahorn (Acer palmatum ‚Dissectum Atropurpureum‘), geben Sie Rhododendronerde ins Pflanzloch.
Grüner-Daumen-Tipp: Mit den Einhell Bodenhacken gehört mühsames Lockern und Umgraben des Gartenbodens endlich der Vergangenheit an. Rotierende Hackmesser pflügen durch die Erde, während Sie mit dem Führungsholm in den Händen hinter dem starken Helfer herschreiten. Einhell Bodenhacken können Sie bei Amazon kaufen als Elektro-Bodenhacke mit 6 Hackmessern oder Akku-Bodenhacke mit 4 Hackmessern, auf Wunsch auch mit Zahlung in kleinen Raten.
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Einen Zen Garten anlegen in 5 Schritten
Grundsätzlich können Sie einen Zen-Garten jederzeit anlegen, sofern der Boden nicht gefroren ist. Planen Sie eine Gartengestaltung mit Moosflächen, empfehlen sich als Pflanzzeit die Monate April bis September. Pflanzen Sie Moos zu dieser Zeit an, wachsen die Sporenpflanzen zügig an und bilden dichte Teppiche. Markieren Sie vorab die einzelnen Elemente und den Verlauf mit Holzstäbchen und Schnüren. So legen Sie einen Zengarten an in 5 einfachen Schritten:
Den Boden vorbereiten: Lockern Sie den Boden, entfernen Unkraut und Steine. Heben Sie die Fläche für den Zen-Garten etwa 20 cm tief aus. Den Aushub können Sie verwenden, um kleine Erhebungen aufzuschütten, auf denen man Moos und Rasen aussäen kann. Wenn der Zen-Garten pflegeleicht sein soll, verlegen Sie auf der Fläche ein wasserdurchlässiges Unkrautvlies, z. B. von GardenGloss, dem Bestseller bei Amazon. An den Standorten für die Pflanzen, schneiden Sie ein X in die Folie.
Steine platzieren: Die Hauptdarsteller im Zengarten sind Steine aus der Region, die in ungerader Anzahl auf der ausgehobenen Fläche arrangiert werden. Wichtig ist, dass man zuerst die Steine platziert, anschließend die Stauden pflanzt und dann Kies oder Sand verteilt. Andersherum widerspricht dem Wesen der Natur.
Pflanzen einsetzen: An den X-förmig eingeschnittenen Stellen klappen Sie das Unkrautvlies zurück, heben ein Pflanzloch aus mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens, setzen die ausgetopfte Pflanze mittig ein. In Abstimmung auf die Ansprüche der Pflanze verfüllen Sie die Pflanzgrube mit Rhododendronerde oder dem mit Kompost angereicherten Aushub. Nur noch andrücken, angießen und die Folienlappen über die Wurzelscheibe legen.
Kies oder Sand einfüllen: Befüllen Sie die ausgehobene Fläche mit Kies der Körnung 8 oder Sand. In das Meer aus Kies oder Sand legen Sie Trittsteine mit einer Größe um 20 cm. Wichtig zu beachten ist, dass der Wurzelhals einer Pflanze im Umkreis von 10-20 cm frei bleibt von einer Abdeckung aus schwergewichtigem Kies oder Sand. Damit das Unkrautvlies unsichtbar wird, eignen sich Rindenmulch und Holzhäcksel.
Dekoration hinzufügen (optional): Verschönern Ihren Zengarten minimalistisch mit einer schlichten Sitzbank, Steinlaternen, Buddha-Statuen oder andere Dekorationen.
Grüner-Daumen-Zwischenfrage: Wie kann man einen Zen Garten Mini anlegen?
Schöne Pflanzen für den Zengarten
Die Ursprünge der Zen-Lehre gehen in China auf das 6. Jahrhundert zurück. Seither durchlief die asiatische Philosophie zahlreiche Veränderungen und folgte mannigfaltigen Strömungen, die in der gärtnerischen Interpretation die Verwendung folgender Pflanzen tolerieren:
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Gartenbonsais, wie Buchsbaum (Buxus), Japanische Mädchenkiefer (Pinus parviflora) und Japanische Eibe (Taxus Cuspidata).
Japanische Stechpalme (Ilex crenata) und Japanischer Fächerahorn (Acer palmatum).
Heiliger Bambus (Nandina domestica, bedingt winterhart) und Japanischer Pfeilbambus (Pseudosasa japonica).
Auf Pflanzen mit verschwenderischer Blütezeit wird im Zengarten nicht rigoros verzichtet. Als blühender Stilbruch akzeptiert werden kleinbleibende Gehölze, wie die Magnolie ‚Sunrise‘, Hortensien (Hydrangea), Japanische Lavendelheide (Pieris japonica) und Alpenrosen (Rhododendron). Arrangieren Sie die empfohlenen Pflanzen sehr sparsam. Im kleinen Garten sollten es nicht mehr als zwei kleine Exemplare sein. Für größere Anlagen gehen Sie mit einer großen und zwei kleinen Pflanzen konform mit den Leitgedanken asiatischer Gartengestaltung.
Fazit
Mit diesen Tipps, ihrer Fantasie und gärtnerischen Arbeit ist der Traum vom eigenen Zengarten im Handumdrehen realisiert. Jetzt münden die Aktivitäten in ihre Zielgerade: Nehmen Sie sich beim Betrachten Ihres Zen-Gartens Zeit, um zur Ruhe zu kommen und den Moment zu genießen. Lassen Sie Ihre Gedanken schweifen und atmen Sie tief durch. So können Sie den Stress des Alltags abbauen und neue Energie tanken.
Quellen: Wikipedia.org, Kare-san-sui und Grünlandstaudenhof.de, Kare-san-sui und Bambuswald.de, Pflanztipps für Bambus und Obi.at, Zen-Garten anlegen und Baumschule-Horstmann.de, Magnolie Sunrise und über 30 Jahre Erfahrung als Hobbygärtnerin
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