Alpenpflanzen

Alpen-Nelke Steckbrief und die besten Pflegetipps

20. März 2024
Die Alpen-Nelke erstrahlt mit wunderschönen Blüten.
Die Alpen-Nelke erstrahlt mit wunderschönen Blüten.

Die Alpen-Nelke ist wunderschön, farbenfroh, klimafit, anspruchslos und hart im Nehmen. Alles Attribute, die sich moderne Hobbygärtner von einer Staude wünschen. Lernen Sie hier die kleine Bergschönheit Dianthus alpinus im Steckbrief näher kennen. In den besten Pflanz- und Pflegetipps erfahren Sie alles Wissenswerte von Standort, Boden und Pflanzabstand bis Düngen und Vermehren.

Kurzfassung

Die Alpen-Nelke ist eine 2-10 cm hohe, polsterbildende Staude, die endemisch in den Kalkalpen gedeiht. Von Juni bis August entfalten sich wunderschöne 5-zählige Blüten mit rosafarbenen Kronblättern und purpur-weißem Schlund. Während der Blütezeit sind die immergrünen, lanzettlichen Blätter kaum zu sehen. Dianthus alpinus ist winterhart, anspruchslos und bienenfreundlich. Pflanzen oder säen Sie die Alpenpflanze an einen vollsonnigen Standort mit trockener bis frischer, steinig-kiesig-sandiger, durchlässiger und vor allem kalkhaltiger Erde. Gießen bei Trockenheit und Düngen im Frühjahr sind die wichtigsten Pflegemaßnahmen. Ein Rückschnitt entfällt. Winterschutz benötigt die Staude nur als Topfpflanze. Teilung ist die einfachste Vermehrungsmethode. Verwendungsoptionen sind Steingarten, Alpinum, Bodendecker, Unterpflanzung und Balkon.

Alpen-Nelkenblüten sind sehr dekorativ.

Alpen-Nelke Steckbrief

PflanzenfamilieNelkengewächse (Caryophyllaceae)
GattungNelken (Dianthus)
Name der ArtAlpen-Nelke (Dianthus alpinus)
Vorkommenendemisch in den österreichischen Kalkalpen
Standort-Vorliebenvollsonnig kalkhaltig, steinig-durchlässig,
Wuchsartmehrjährige, krautige, polsterbildende Staude
Wuchshöhe, Wuchsbreite2 cm bis 10 cm, 20 cm bis 30 cm
Blüten5-zählig, Kronblätter am Rand gezähnt, rosa, Schlund purpur-weiß gesprenkelt
BlütezeitJuni bis August
Blätterimmergrün, lanzettlich, ungeteilt, dunkelgrün
Winterhärtevollkommen winterhart Z3-Z7
Statusgeschützt
VerwendungSteingarten, Bodendecker, Felssteppe, Topf, Balkonkasten
Quelle: Wikipedia.org, hier Alpen-Nelke und Alpen-für-dich.de, hier Dianthus alpinus

Alpen-Nelke Pflanztipps für Beet und Kübel

Alpen-Nelken sind so anspruchslos, dass Sie die Stauden nach der Pflanzung eigentlich sich selbst überlassen können. Die folgenden Pflegemaßnahmen dankt die einzigartige Nelkenart mit einem leuchtenden, rosafarbenen Blütenmeer.

Am richtigen Standort entfaltet die Alpen-Nelke ein Blütenfestival in Rosa.

Standort, Boden und Substrat

Als Sonnenanbeterin wünscht sich die Alpen-Nelke einen vollsonnigen Standort mit trockener bis frischer, steinig-durchlässiger, kalkhaltiger Gartenerde. Schwere, lehmige Gartenerde wird durch die Einarbeitung von Sand und Kies verbessert. Zusätzliches Einharken von 3 l Kompost je m² fördert das Wachstum. Das optimale Substrat für getopfte Dianthus alpinus ist eine Mischung aus torffreier Universalerde und Lavagranulat oder feinkörnigen Splitt.

In den Kalkalpen gedeiht die anspruchslose Alpen-Nelke auch auf Felsen.
Grüner Daumen - Gartenblog von Gudrun Theissen

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Tipps für Aussaat und Pflanzung

Alpen-Nelke vorziehen oder direkt säen bei einer Keimtemperatur von 20° Celsius.

Lichtkeimer nur andrücken und angießen mit feiner Brause.

Beste Pflanzzeit ist von März bis Mai.

Pflanzabstand als Bodendecker: 25 cm bis 30 cm.

Nach der Pflanzung Algenkalk ausstreuen: 100 g bis 200 g je m².

Alpen-Nelken in den ersten Wochen gleichmäßig feucht halten.

Quellen: Jelitto Staudensamen, hier Dianthus alpinus und Pflanzen-für-Dich.de, hier Dianthus alpinus

Grüner Daumen - Gartenblog von Gudrun Theissen

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Alpen-Nelke richtig pflegen

Gießen bei längerer Trockenheit und eine Startdüngung im Frühjahr ist das Pflege-Jahresprogramm für die anspruchslose Alpen-Nelke. Weil die Einarbeitung von Kompost bei Alpen-Nelken als Bodendecker schwierig ist, eignet sich ein Düngergranulat oder Flüssigdünger. Unbedingt nötig ist die Düngung nicht. Im Pflanzgefäß trocknet das Substrat schneller aus, sodass hier regelmäßiges Gießen erforderlich ist. Alle 4 Wochen gibt man einen flüssigen Blumendünger ins Gießwasser. Schneiden von Alpen-Nelken ist nicht nötig.

Alpen-Nelke benötigt kaum Pflege und blüht trotzdem farbenprächtig.
Fragezeichen visualisieren dem Leser, dass eine grüner-daumen-zwischenfrage folgt.

Grüner-Daumen-Zwischenfrage: Ist die Alpen-Nelke bienenfreundlich?

Die Alpen-Nelke ist eine unschätzbar wertvolle Bienenweide hoch oben in den Kalkalpen. 12 Wildbienen-Arten, 2 Schmetterlinge und 2 Schwebfliegen-Arten sammeln bei der zierlichen Alpenpflanze Nektar und Pollen.

Quelle: Naturadb.de, hier Dianthus alpinus

Alpen-Nelke überwintern

Weil Alpen-Nelken vollkommen winterhart sind, entfallen Schutzvorkehrungen im Beet. Getopfte Dianthus alpinus erhalten einen Winterschutz aus Laub auf dem Substrat und Vlies als Wintermantel für das Gefäß. Vorteilhaft für die Überwinterung draußen ist ein geschützter Standort vor der Hauswand. Gelegentlich wird die immergrüne Alpen-Nelke schlückchenweise gegossen, weil das Substrat nicht austrocknen darf.

Alpen-Nelke vermehren

Geht es Ihnen auch so? Kaum gedeiht eine schöne Alpenpflanze im Garten, sprudeln die Ideen für weitere Verwendungen. Wie gut, dass die Alpen-Nelke so einfach zu vermehren ist. Im Frühjahr ein Stück vom immergrünen Polster abschneiden, mit Wurzeln aus der Erde heben und am neuen Standort einpflanzen. Angießen – fertig.

Die Alpen-Nelke ist eine zierende Unterpflanzung.

Alpen-Nelke kombinieren

Als Pflanzpartner für Alpen-Nelken kommen Alpen- und Gartenpflanzen mit ähnlichen Ansprüchen in Betracht. Hierzu zählen Steingartenpflanzen, wie Alpenrosen (Rhododendron), Alpenglöckchen (Soldanella) und Blauer Enzian (Gentiana acaulis). Als Unterpflanzung im Beet und Kübel ergänzt sich die Alpen-Nelke wunderbar mit Lavendel (Lavandula) und der betörenden Türkenbund-Lilie (Lilium martagon).

Fazit

Als Bodendecker ist die Alpen-Nelke der Hit. Ob im Alpinum, im Steingarten oder Kübel macht sich eine Dianthus alpinus nützlich als dekorative Unterpflanzung von sonnenliebenden Stauden und Gehölzen. Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen freut es ungemein, wenn die Bienenweide aus den österreichischen Kalkalpen im Garten ein Stelldichein gibt. Für Hobbygärtner ist es ein Genuss, die Blicke über das rosafarbene Blütenmeer schweifen zu lassen, denn Arbeit macht die Alpen-Nelke eigentlich keine.

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